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Anpimmeln: Primitives Ritual beendete Karriere eines Unteroffiziers

Ein 20jähriger Stabsunteroffizier wurde nach einem Bericht der Würzburger Mainpost vom Amtsgericht Bad Kissingen zu 60 Arbeitsstunden verurteilt. Er ist freiwillig aus der Bundeswehr ausgeschieden.

Er hat gestanden, im Februar 2007 in der Rhön-Kaserne Waldflecken anderen Soldaten seinen Penis ins Gesicht und gegen den Körper geschlagen zu haben.

"Irgendeiner hat halt mal damit angefangen", rechtfertigte er sich, er sei da "nicht der einzige" gewesen. "Wir haben das zum Spaß gemacht", auch viel Alkohol sei geflossen. Sein Opfer war stets ein 21jähriger Soldat, dem dies "psychisch sehr an die Substanz" ging. Jeder habe zugeguckt, Beistand von anderen Soldaten habe er nicht bekommen. Aufgeflogen ist alles nur, weil ein Stubenkamerad des Opfers die Übergriffe gefilmt und auf CD gebrannt hatte. Die CDs machten in der Kaserne die Runde.

"Geschlechtsorgan raus und klatsch", so beschrieb sowohl das Opfer als auch drei weitere Zeugen das Ritual, für einen der Zeugen war dies aber ein Problem, schließlich sei er auch selbst (Zitat) "angepimmelt" worden.

Der Richter befand angesichts solcher Aussagen, dort bestünde eine "Armut im Geiste".

Ein weitere Beschuldigter soll wegen des Vorfalls bereits einen Strafbefehl erhalten haben der rechtskräftig geworden ist.

 
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