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Zweifel und Kritik am Bundeswehreinsatz in Afghanistan

Berlin (pr-sozial) - Nach dem Selbstmordanschlag auf deutsche Soldaten in Afghanistan  - am Samstag -  werden die Zweifel an dem Bundeswehr- Einsatz deutlicher. Grünen-Chef Reinhard Bütikofer sagte dem Sender „n-tv“, dass die Gesamtstrategie geändert werden müsste. Während der Vorsitzende der Linksfraktion, Oscar Lafontaine am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Sabine Christiansen“ der Bundeswehr vorwarf, in Afghanistan "mittelbar in terroristische Aktionen verwickelt zu sein. Terror sei durch die rechtswidrige Anwendung von Gewalt definiert. "Unter dieser Definition sind Bush und Blair und andere Terroristen, weil sie im großen Umfang rechtswidrig Gewalt angewandt haben im Irak und hunderttausende ums Leben gekommen sind“, so Lafontaine in der Sendung

Auch der SPD-Abgeordnete Ottmar Schreiner gegenüber der „Bild-Zeitung“: „Meine Zweifel am Sinn der Mission sind eher gewachsen. Ich sehe keine tragfähige Zukunftsperspektive im zivilen Bereich, wodurch weitere militärische Interventionen gerechtfertigt werden können. Der gesamte Auftrag muss dringend auf den Prüfstand.“

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte unterdessen, dass an dem Einsatz festgehalten werde. Ein plötzlicher Rückzug würde einen Rückschritt in der Terrorbekämpfung bedeuten und auch die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährden».

Die Leichen der drei bei dem Selbstmordanschlag in Kundus getöteten Bundeswehrsoldaten werden am Mittwoch nach Deutschland überführt. Am Sonntagabend waren vier der fünf verletzten deutschen Soldaten nach Deutschland geflogen und ins Krankenhaus gebracht worden.

 
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