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Wieder Skandal bei Ausbildung von Rekruten

Rendsburg - Ein Ausbilder in der Rendsburger Feldwebel-Schmid-Kaserne in Schleswig-Holstein ist einem Medienbericht zufolge wegen dienstlicher Vergehen versetzt worden. Der Ausbilder aus der Rendsburger Feldwebel-Schmid-Kaserne sei durch ein im Internet aufgetauchtes Videodokument belastet worden, berichtete das Online-Portal stern.de.

Der rund neunzig Sekunden lange Film zeige einen Grundwehrdienstleistenden am Maschinengewehr, dem von seinem Vorgesetzten befohlen wird, beim Feuern an Afroamerikaner zu denken und Motherfucker zu rufen. Nachdem der Soldat dem Ausbilder nicht laut genug ruft, befehle er: "Weiter, lauter". Wieder folgen Feuerstöße, begleitet von "Motherfucker, Motherfucker". Das Video wurde stern.de zufolge im Juli 2006 gedreht.

Der Sprecher des zuständigen Fernmeldebataillons im schleswig-holsteinischen Rendsburg habe den Vorfall bestätigt. Es handele sich dabei aber um einen Einzelfall, betonte der Sprecher. Jürgen Rose, Vorstandsmitglied der Vereinigung kritischer Soldaten Darmstädter Signal, widersprach der Darstellung. "Diese Skandale sind keine Einzelfälle. Sie passieren in der Bundeswehr zwar nicht alltäglich, aber zumindest alljährlich", sagte er stern.de. Er sehe eine zunehmende Tendenz, dass die jungen Rekruten in der Grundausbildung für einen archaischen Kampf ausgebildet werden. "Mit solchen Befehlen wie in dem Video soll die Tötungshemmung überwunden werden."

 
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