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(directnews) Die Forderung nach einer Erhöhung des Wehrsoldes findet immer breitere Zustimmung. Auch die Fachpolitiker der Union schließen sich dem an. Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU, Bernd Siebert, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstagausgabe): "Ich erachte eine Erhöhung um zwei Euro pro Tag für sinnvoll." Darin stimmte er mit dem Bundeswehrverband und dem Koalitionspartner überein. Die SPD-Verteidigungspolitiker hatten nach einer Klausurtagung ebenfalls für eine "signifikante Erhöhung" der Bezüge für Grundwehrdienstleistende stark gemacht, die seit neun Jahren unverändert bei durchschnittlich acht Euro täglich liegen. Überdies wird angeblich in der Koalition darüber nachgedacht, die Anpassung der Bezüge in Ost und West auf den 1. Januar 2008 vorzuziehen. Bislang ist die nächste Angleichung auf 2010 (also nach der nächsten Bundestagswahl) festgeschrieben. Das Vorziehen würde etwa 15 Millionen Euro kosten. Auch aus den Oppositionsparteien, die grundsätzlich die Wehrpflicht ablehnen, wurde die Forderung nach einem höheren Sold erhoben. Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Birgit Homburger, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Solange die Bundesregierung aus ideologischen Gründen an der Wehrpflicht festhält, muss sie auch für eine angemessene Besoldung ihrer Soldaten sorgen. Die jungen Männer, die zum Dienst gezwungen werden, dürfen nicht auch noch zu den Sparschweinen des Verteidigungsministeriums gemacht werden. Die FDP fordert daher eine angemessene Erhöhung des Wehrsolds." Der Grünen-Sicherheitspolitiker Winfried Nachtwei bezeichnete einen solchen Schritt als "überfällig" und verlangte, dass die Politiker, die sich in Sonntagsreden für den Erhalt der Wehrpflicht starkmachten, das jetzt durchsetzten. Nachtwei fügte hinzu: "Zugegeben, das wäre einige Jahre früher schon unter Rot-Grün fällig gewesen." Nachtwei sieht allerdings keine Notwendigkeit, dafür den Etat zu erhöhen: Es gebe erfahrungsgemäß genug Spielraum.
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