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62.000 Männer leisten Zivildienst, nur 31.000 leisten Grundwehrdienst

Wie das Bundesamt für den Zivildienst mitteilt, hat sich die Zahl der Zivildienstleistenden durch 17.000 Einberufungen im September gegenüber dem August um 13.000 erhöht.

Gleichzeitig meldet die Bundeswehr einen Personalbestand von im August nur noch 31.154 Grundwehrdienstleistenden.

Wehrrechtsexperten empfehlen schon seit längerer Zeit, die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen erst dann zu stellen, wenn entweder eine Einberufung zum Grundwehrdienst erfolgt, man dieser aber aus Gewissensgründen nicht Folge leisten möchte oder wenn ein Diensteintritt in den Zivildienst aufgrund der persönlichen Lebensplanung in der nächsten Zeit ohnehin geplant ist.

Die Wahrscheinlichkeit einer Einberufung ist bei anerkannten Kriegsdienstverweigerern signifikant höher. Wie mittlerweile auch der Bundesminister der Verteidigung offen einräumt, leistet nur noch ein sehr geringer Anteil der Wehrpflichtigen Grundwehrdienst, so dass nunmehr wegen der nicht mehr gegebenen Wehrgerechtigkeit offen die Aussetzung der Wehrpflicht diskutiert wird.

 
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