Hi Leute!
Erst mal sorry für diesen gewählten Betreff aber es is echt wichtig:
Ich habe mit 18 Jahren meinen ersten Musterungsbescheid bekommen, habe mich aber aufgrund meiner begonnen Ausbildung die über 6 Semester ging zurückstellen lassen.
Nachdem ich meine Ausbildung beendet habe und ich anschließend gleich als "Schwangerschaftsvertretung" für die nächsten 2 Jahre in einer Radiologischen Praxis angestellt wurde (mittlerweile unbefristet) und die sich auch ein ganzes Jahr nicht mehr gemeldet haben, dachte ich es hätte sich dann auch mit dem Einzug erledigt.
Jetzt flattert mir gestern ein Musterungsbescheid rein (in den nächsten 4 Wochen wäre das) und ich weiss absolut nicht was ich machen soll! Ich KANN auch nicht zum Bund! Gründe:
Gehen wir einfaach mal davon aus, dass es nicht um Musterungsbescheide geht sondern um Ladungen zur Musterung und du wurdest noch nicht gemustert.
- Ich bin momentan "vertraglich" gesehen noch eine Schwangerschaftsvertretung auf meiner Arbeitsstelle (bis August 08)
Das ist rechtlich gesehen belanglos.
-> Eine Vertretung von der "Vertretung" is doch gesetzlich nicht an den Arbeitsplatz nach Wehrdienstende gebunden! Ich wäre somit ARBEITSLOS!
Das wärst du - im Falle einer befristeten Schwangerschaftsvertretung - ohnehin früher oder später.
- Ich lebe mittlerweile mit meiner geringfügig beschäftigten Freundin zusammen und mein Lohn reicht für uns beide gerade so für die Wohnung und die Fresserei
Dann müsste man über ergänzende Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz nachdenken. Wovon lebt die Freundin? Nur vom Minijob?
-> Ich müsste die Wohnung KÜNDIGEN, da ich mit knappen 200 € nicht weit kommen würde! Ausserdem könnte meine Freundin nicht zurück zu ihren Eltern, da sie sich mit diesen zerstritten hat
Da gäbe es dann 2 Varianten:
- Freundin beantragt Leistungen nach dem SGB 2
- Du beantragst Unterhaltssicherung
Mein gesamter Lebensumstand würde sich gravierend ändern aufgrund dieser Situation!
Das ist vom Gesetzgeber einkalkuliert und es geht den meisten Wehrpflichtigen so.
Bitte helft mir, ich weiss grad absolut nicht weiter!
Du solltest dir ein Ziel setzen, ein sinnvolles. Du gehst offenbar davon aus, dass berufstätige mit Freundin und Wohnung keinen Wehrdienst leisten müssen, das ist aber ein Trugschluss, es kommt auf etwas ganz anderes an.
Ein befristetes Arbeitsverhältnis kann man evtl. mit einem Antrag auf eine Nichtheranziehungszusage "retten", über die Probezeit in einem normalen Arbeitsverhältnis ginge das auch, ein Rechtsanspruch besteht in beiden Fällen aber nicht.
Du solltest dir Gedanken darüber machen, ob es Gründe die in deiner Person liegen, die einer Wehrdienstfähigkeit (nicht dem Wehrdienst an sich) entgegenstehen.