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Neuestes Mitglied: inplinjayn

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Autor Thema: Zivildienststelle wechseln -> schwer?  (Gelesen 981 mal)
thickstone
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« am: 9. Oktober 2010, 23:46:54 »

Ich komme mit meiner Stelle im Krankenhaus nicht klar und das nach erst einer knappen Woche. Nicht, weil ich faul bin, sondern weil ich mit der psychischen Belastung nicht klarkomme.

Für mich gibt es nun eben die Möglichkeit, dass ich da in 3 Monaten durch den Verzicht auf die KDV einfach raus bin und dann wahrscheinlich auch nicht mehr vom KWEA eingezogen werde (lohnt sich durch die 3 Monate Restzeit nicht).

Da ich aber dieses Jahr sowieso nicht mehr studieren kann, kann ich auch genauso gut die Zivilstelle wechseln und noch Geld für's Studium verdienen. Die Restdienstzeit halte ich aber nur durch, wenn ich die Zivildienststelle wechseln kann. Es ist so, dass ich in Hamburg eine Stelle mit Unterkunft gefunden habe, die noch frei ist, was mir per e-mail bestätigt wurde. Ich habe geantwortet, denen meine Situation geschildert und angefragt, ob sie mich aufnehmen würden. Die Antwort kommt dann wohl Montag.

Hier aber noch einige Fragen zum Wechsel:

1) Ich habe gelesen, dass es entweder dienstliche oder persönliche Gründe sein können. Bei mir sind es eben persönliche und da steht ein Gefasel von wegen ,,Wer in der Pflege arbeiten will, darf sofort wechseln.'' Tja, gerade da will ich aber raus. Reicht es dann eben, dass ich ein Problem mit der Stelle habe?

Um präziser zu werden:

Ich habe Schlafstörungen, weil ich Angst vor dem nächsten Tag habe.
Ich kann mein Wochenende jetzt z.B. nicht genießen, weil ich nur daran denke, dass ich Montag wieder hinmuss.
Ich kann die Bilder da schwer ertragen von Leuten, die sich vollsch*** und da nur zum Sterben sind und das, was ich da sehe, belastet mich sehr.

REICHT sowas, oder sagt ihr mir hier und jetzt schon, dass sich die BAZ das durchließt, man sich dort denkt ,,Tja, persönliches Pech!'' und meinen Antrag dann ablehnt? Fände ich pers. herzlos, aber ich traue denen viel zu in der Hinsicht.

2)

Bedarf es eines psychologischen Gutachtens oder reicht es, wenn ich denen meine Situation transparent und nachvollziehbar schildere?

3)

Ich habe vor, meinen Regionalbetreuer anzurufen und ihm die Problematik zu schildern. Macht das Sinn oder kann ich mir den Anruf sparen und sollte mich gleich beim BAZ melden und fragen, wie ich vorgehen sollte?

4)

Wie lange dauert es eigentlich, bis sowas durch ist?
« Letzte Änderung: 9. Oktober 2010, 23:54:11 von thickstone » Gespeichert
sunknown
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« Antworten #1 am: 11. Oktober 2010, 07:26:08 »

Zitat
Ich komme mit meiner Stelle im Krankenhaus nicht klar und das nach erst einer knappen Woche. Nicht, weil ich faul bin, sondern weil ich mit der psychischen Belastung nicht klarkomme.
hast du das (wie in deinem anderen topic beschrieben) hoffentlich auch im rahmen deines termins beim psychiater deutlich gemacht?!

Zitat
Da ich aber dieses Jahr sowieso nicht mehr studieren kann
wo ein wille da ein weg. es gibt zb fächer ohne NC bei denen man fächer belegen kann, die dann im eigentlichen wunschstudium angerechnet werden.

Zitat
, kann ich auch genauso gut die Zivilstelle wechseln und noch Geld für's Studium verdienen.
geld ist der letzte grund zivi zu leisten, bedenke alleine das wegfallende kindergeld.

Zitat
1) Ich habe gelesen, dass es entweder dienstliche oder persönliche Gründe sein können. Bei mir sind es eben persönliche und da steht ein Gefasel von wegen ,,Wer in der Pflege arbeiten will, darf sofort wechseln.'' Tja, gerade da will ich aber raus. Reicht es dann eben, dass ich ein Problem mit der Stelle habe?
das BAZ ist bei versetzungsanträger in der regel kooperativ. voraussetzung ist, dass du deine psychischen probleme, die aus der arbeit resultieren schilderst und zudem eine neue dienststelle präsentierst, in die du nahtlos wechseln kannst.
aber nochmal: naheliegender ist eine prüfung deiner dienstfähigkeit (wie sie ja ohnehin die nächsten tage anstehen sollte?!).
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thickstone
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Beiträge: 21


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« Antworten #2 am: 11. Oktober 2010, 21:43:25 »

Den Termin beim Psychiater habe ich erst am 25.10. und von daher habe ich das noch nicht erwähnt. Der Amtsarzt (übrigens ein widerlicher Kerl) hat mich eben zu diesem Psychiater überwiesen, da er selbst meinen Zustand nicht beurteilen kann.

Körperlich habe ich eben nichts und das hat der Amtsarzt mir bei der Untersuchung auch so verklickert. Die psychischen Probleme könnten vielleicht dazu führen, dass ich vorübergehend keinen Dienst leisten kann, oder? Das wäre nämlich scheiße und bringt mir nichts, außer, dass ich temporär keinen Zivi mehr machen kann (somit auch keine Dienstzeit rumgeht) und ich kann mir bei meinem Glück eh sicher sein, dass das BAZ mich wieder einzieht. Na ja, und dann? Der Hit wäre, dass sie mich nächstes Jahr irgendwann so spät einziehen, dass ich auch nächstes Jahr im Wintersemester wieder nicht studieren kann -> Ist diese Vorstellung überhaupt realistisch?

Ich bin mir unsicher, wie ich vorgehen soll. Ich würde momentan lieber einfach die Stelle wechseln und ich habe schon eine freie Stelle gefunden, die mich anspricht. Aber natürlich kann ich auch abseits des Zivis Geld verdienen.

Und dann muss ich noch in den Raum werfen, dass ich Zivildienst/Wehrzeit für ein Verbrechen halte und ich es erstaunlich finde, dass so etwas Mittelalterliches noch in einer ach so modernen Gesellschaft bestehen kann (bisher.....)
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svennie
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« Antworten #3 am: 11. Oktober 2010, 23:21:50 »

Körperlich habe ich eben nichts und das hat der Amtsarzt mir bei der Untersuchung auch so verklickert. Die psychischen Probleme könnten vielleicht dazu führen, dass ich vorübergehend keinen Dienst leisten kann, oder?

Ja mal ganz abgesehen davon, solltest du mal zu einem Arzt deiner Wahl und deines Vertrauens gehen und dich von ihm dahingehend untersuchen lassen, ob du aus seiner Sicht im Moment dienstfähig bist, auch er kann dich zu einem Facharzt schicken, der dann aber nicht gleich auf der Gehaltsliste des BAZ oder des Gesundheitsamts steht.

Das wäre nämlich scheiße und bringt mir nichts, außer, dass ich temporär keinen Zivi mehr machen kann (somit auch keine Dienstzeit rumgeht) und ich kann mir bei meinem Glück eh sicher sein, dass das BAZ mich wieder einzieht. Na ja, und dann?

Solange du nicht entlassen bist, tickt die Uhr weiter, jeder Tag zählt und wird bezahlt.

Der Hit wäre, dass sie mich nächstes Jahr irgendwann so spät einziehen, dass ich auch nächstes Jahr im Wintersemester wieder nicht studieren kann -> Ist diese Vorstellung überhaupt realistisch?

Im Moment halte ich eher eine Aussetzung der Wehrpflicht für realistisch.

Ich bin mir unsicher, wie ich vorgehen soll. Ich würde momentan lieber einfach die Stelle wechseln und ich habe schon eine freie Stelle gefunden, die mich anspricht.

Dann solltest du mal ärztlich abklären lassen, was für dich besser ist:

Mit irgendwelchen Beklemmungen in die Dienststelle gehen oder dich von deinen psychischen Problemen erholen.

Und dann muss ich noch in den Raum werfen, dass ich Zivildienst/Wehrzeit für ein Verbrechen halte und ich es erstaunlich finde, dass so etwas Mittelalterliches noch in einer ach so modernen Gesellschaft bestehen kann (bisher.....)

Da bist du nicht alleine.
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sunknown
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« Antworten #4 am: 12. Oktober 2010, 07:29:48 »

bzl. deiner angst wieder zum zivildienst einberufen zu werden:

du kannst dich bei der zentralstelle kdv erkundigen, ob diese richtlinie zur einberufung:
http://www.zentralstelle-kdv.de/z.php?ID=23
noch gültig ist, bzw. praktisch auch so gehandhabt wird.

bei mir wurde damals aufgrund er vorgängerversion der richtlinie so verfahren wie in punkt 1 geschildert.

in anbetracht dessen würde ich dir raten, dich intensiv auf die untersuchung am 25.10. vorzubereiten.
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thickstone
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« Antworten #5 am: 12. Oktober 2010, 21:36:07 »

Zitat
Solange du nicht entlassen bist, tickt die Uhr weiter, jeder Tag zählt und wird bezahlt.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich bekomme das Ergebnis ,,vorübergehend nicht Zivildienstfähig'', dann muss ich nicht zur Stelle, bin aber quasi noch angestellt und meine Dienstzeit läuft weiter? Gut.

Zitat
Da bist du nicht alleine.

Beruhigend.

Zitat
in anbetracht dessen würde ich dir raten, dich intensiv auf die untersuchung am 25.10. vorzubereiten.

Hmm, ok. Wie? Smiley Lügen will ich nicht unbedingt, sondern einfach schildern, wie es ist. Oder soll ich mir lieber mental zurechtlegen, was ich sagen will?
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sunknown
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« Antworten #6 am: 13. Oktober 2010, 07:21:08 »

Zitat
Damit wir uns richtig verstehen: Ich bekomme das Ergebnis ,,vorübergehend nicht Zivildienstfähig'', dann muss ich nicht zur Stelle, bin aber quasi noch angestellt und meine Dienstzeit läuft weiter? Gut.
eher unwahrscheinlich.
vermutlich wird man argumentieren, dass deine psychischen probleme schon vor beginn des zivildienstes bestanden haben und dich daraufhin entlassen. wenn man denn psyichische probleme findet, die relevant sind.

Zitat
Hmm, ok. Wie? Smiley Lügen will ich nicht unbedingt, sondern einfach schildern, wie es ist. Oder soll ich mir lieber mental zurechtlegen, was ich sagen will?
ich denke es ist selbstverständlich, dass man sich auf wichtige termine vorbereitet, um seine eigenen themen beim termin auch wirklich vollständig und aussagekräftig darzulegen.
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