Nun habe ich mich damals vor der Ausbildung dazu entschieden einen KDV-Antrag zu stellen der auch bewilligt wurde. Das bedeutet ich "muss" Zivildienst leisten.
Hm, bedeutet es das?
Jetzt habe ich auch wieder einen Brief bekommen wo ich mich beim Musterungsbüro zwecks Zivildienst melden soll.
Bei wem? Auch hier kann ich nur vermuten: Beim Bundesamt? Bei der (regionalen) Zivildienstgruppe?
Also alles in allem geht es mir weniger um die Beschäftigung an sich sondern um eine Existensbedrohende Situation (die sicherlich nicht erkannt wird).
Eine existenzbedrohende Situation liegt nicht vor. Das soziale Netz ist eng und du wusstest vorher, dass du deinen Zivildienst noch nicht geleistet hast.
Ersatzdienst / Katastrophenschutz (THW usw.): Möglich wenn ich noch keinen "Einberufungsbescheid" oder Termin zur Einberufung habe.
Keinen Einberufungsbescheid trifft es auf den Punkt. Ein "Termin zur Einberufung" ist ein rechtlich nicht fassbarer Begriff.
6 Jahre verpflichten / etwa 120 Stunden im Jahr an Arbeitszeit. Vom Zeitaufwand etwa mit dem Zivildienst vergleichbar jedoch kann man nebenbei weiter arbeiten ect.
Ansichtssache. Probier es aus, die Anforderungen werden mit der Zeit höher, gerade weil die Vorgesetzten wissen, dass du im Zweifel den gesamten Zivildienst noch zu leisten hast, wenn du hinschmeist.
Wenn es noch möglich wäre, würde ich drei kreuze machen wenn das klappen würde.
Dann machst du vermutlich nochmals 3 Kreuze, wenn du da wieder raus bist.
Vom KDV zurücktreten:
Nein, auf die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer verzichten.
Hat mir ein kollege erzählt, dass man dann wieder zurück ans KWEA gestellt wird und sich das ganze prozedere verzögert.
Ja, das verzögert sich. Im Zusammenhang mit der zu erwartenden Aussetzung der Wehrpflicht könnte das eine interessante Option werden.
Nachmusterung: Hab ich irgendwo aufgeschnappt das man sich wegen bestimmter Gründe nachmustern lassen könnte. Auch das würde nur Zeit schinden.
Es besteht Anspruch auf eine Überprüfungsuntersuchung (KWEA) bzw. ärztliche Untersuchung (BAZ).
Die Frage ist auch: Macht es Sinn Zeit zu schinden weil ja noch das Thema Wehrdienst abschaffen (Juli 2011) existiert. Wenn es tatsächlich abgeschafft wird, was würde das für mich bedeuten?
Es macht Sinn. Manche Experten gehen davon aus, dass der Diensteintrittstermin Januar 2011 der letzte ist.
Ansonsten hatte ich vor, ehrlich und Offen mit dem Kollegen vom KWEA zu sprechen und ihm meine Bedenken zu äußern.
Ich dachte du bist anerkannter Kriegsdienstverweigerer.
Macht das Sinn?
kaum. Ist aber im Hinblick auf die Tatsache, dass sie momentan für dich garnicht zuständig sind, eh zweitrangig.
Sind die Menschen vom KWEA Büro so Offen und finden mit mir zusammen eine Lösung?
Ähm, das sind die, die dich tauglich gemustert haben, dich dazu gebracht haben, einen KDV-Antrag zu stellen und die daran schlud sind, dass du etzt genau in dieser Situation steckst.
Ich weiß nicht, welche Art von Lösung du dir vorstellst. Im Moment ist so ziemlich alles möglich, das liegt aber mehr daran, dass die auch nicht wissen, wie es weitergeht und ob sie im übernächsten Monat ihre Akten zusammenräumen dürfen.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen
Gerne, dazu musst du uns aber erstmal schreiben, was wirklich Sache ist.
Kriegsdienstverweigerer, Schreiben vom Musterungsbüro ...
Das passt nichts zusammen. Wer schreibt dir und was will er?