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Autor Thema: Ausmusterung während des Zivildienstes wegen Magen-OP?  (Gelesen 595 mal)
Knalltuete
Newbie
*
Beiträge: 1


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« am: 9. Januar 2011, 02:10:47 »

Hallo,
Ich bin gerade im Zivildienst tätig.
Mir musste der halbe Magen entfernt werden, da ich einen Tumor hatte.
Nun hatte ich gedacht, dass ich mich ausmustern lassen könnte, da ich mehrmals am Tag essen muss (also 6-8 mal kleine Portionen) und nicht schwer heben darf (nur vorrübergehend wegen Narbenbruch)
Wisst ihr über Möglichkeiten bescheit?
Kann mich dann der Hausarzt untersuchen oder muss ich wieder Bundeswehrarzt?
Gespeichert
franzl
Jr. Member
**
Beiträge: 91


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« Antworten #1 am: 9. Januar 2011, 14:40:48 »

Warum leistest du überhaupt Zivildienst jetzt? Jeder kommt durch einen Verzicht auf die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer frei.

Natürlich kann man auch aus gesundheitlichen Gründen aus dem Zivildienst entlassen werden.
Gespeichert
svennie
Hero Member
*****
Beiträge: 6.271


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« Antworten #2 am: 9. Januar 2011, 14:43:24 »

Wisst ihr über Möglichkeiten bescheit?

Ja, wir wissen über Möglichkeiten bescheid.

Kann mich dann der Hausarzt untersuchen oder muss ich wieder Bundeswehrarzt?

Du bist anerkannter Kriegsdienstverweigerer, mit "Bundeswehrärzten" hast du also nichts mehr zu tun.

Du solltest dir ggf. von einem Facharzt bestätigen lassen (das könnte auch der aus dem Krankenhaus sein, wo du operiert wurdest), dass du den Anforderungen des Grundwehrdienstes (darauf kommt es an) nicht mehr gewachsen bist, da du nicht mehr durch regelmäßige Teilnahme an der regelmäßigen Truppenverpflegung genügend Nahrung aufnehmen könntest.

Auch solltest du prüfen, ob Gründe vorliegen, dass du länger krankgeschrieben wirst. Gleichzeitig beantragst du beim Bundesamt für den Zivildienst eine ärztliche Untersuchung unter Vorlage deines Facharztberichtes (§ 39 (1) Nr. 3 Zivildienstgesetz) und wärst dann bei einem entsprechenden Ergebnis (nicht zivildienstfähig bzw. vorübergehend nicht zivildienstfähig) zu entlassen (§ 39 (1) Nr. 6 bzw. 11).

Du solltest in jedem Fall dafür sorgen, dass du nahtlos im Anschluss an dden Dienst wieder krankenversichert bist.

Noch schneller aus dem Zivildienst kommst du heraus, wenn du einfach auf die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer verzichtest, eine Einberufung zum Grundwehrdienst erfolgt dann (wegen der geplanten Aussetzung der Wehrpflicht) nicht mehr.
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