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Neuestes Mitglied: johnbor58

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Autor Thema: Wehrdienst ausgeschlossen, Zivi oder KatS?  (Gelesen 1230 mal)
Analapfelstrudel
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Beiträge: 96


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« am: 9. Juni 2009, 13:36:06 »

Hallo, bin neu hier und habe ein sehr aktuelles Problem. Wurde vor 2-3 Monaten T1 gemustert, hatte aber noch nie vor auch nur eine Abteilung des Heeres jemals zu Gesicht zu bekommen (Verweigern).

Jetzt habe ich ein noch viel aktuellereres Problem:

- Bin in Jahrgang 12, sprich, mache nächstes jahr mein ABI, muss mich aber ja jetzt schon bewerben mit dem 12er Zeugnis.

- Ich habe die Alternativen:
--- Zivi vor der Ausbildung (=> Konkurrenz durch ZWEI Abi-Jahrgänge nächstes Jahr)
--- Zivi nach der Ausbildung (=> würde dem Ausbildenden nicht gefallen, falls Übernahmewunsch etc.)
--- Katastrophenschutz über 6 Jahre (keine Konkurrenz der ABI-Jahrgänge, keine Unterbrechung durch den Dienst = EIGENTLICH die optimale Lösung)

Nun weiß ich nicht genau was ich anstellen soll. Den Zivi abzuleisten ist natürlich überhaupt kein Problem (dürfte es ja auch nicht sein^^). Ich kenne mich in meinen Möglichkeiten  leider nur überhaupt nicht aus. Der Berater vom Jobcenter meinte er würde auf jedenfall lieber die Konkurrenzsituation vorziehen vor der Unterbrechung durch den Dienst, schlug mir aber die Katastrophenschutzsache vor.

Gibts da Erfahrungen eurerseits?
Was macht man da?

Hat man Möglichkeiten sich was auszusuchen (verwaltungstechnischer Bereich etc. zumindest als Wunsch oder so [man könnte sich dann ja informiern obs möglich wär])?

Was für Freiheiten hat man bei der Wahl des Zividienstes? Wo hat es euch Spaß gemacht, wo kann man generell gut hin? (Kumpel war im Kindergarten^^)

Was würdet ihr am ehesten tun? (Unterbrechen, Konkurrenzsituation ertragen, KatS)

Ich danke euch für die Antworten schonmal. Hab nur grobe Infos über die SuFu erhalten, dachte man könne meine Fragen vll. so noch in einem Rutsch klären (bei der Masse^^).

MfG
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svennie
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Beiträge: 6.271


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« Antworten #1 am: 9. Juni 2009, 14:04:15 »

Gibts da Erfahrungen eurerseits?

Ja, spätestens nach 2 oder 3 Jahren kommt die Frage, wie du aus der Nummer mit dem Katastrophenschutz wieder rauskommst.

Was macht man da?

Die Frage ist doch, was du wirklich willst.

Offenbar nimmst du es als "gottgegeben" hin, dass einer der Dienste zwingend zu leisten ist. Dem ist nicht so, nur der kleinere Teil eines Jahrgangs leistet überhaupt einen Dienst, die meisten davon auch nur, weil sie die Weichen falsch gestellt haben.

Es handelt sich nicht um höhere Mathematik, wenn man zumindest dem Zufall eien Chance geben will. Jedenfalls ist die Zahl der Einebrufungen zum Grundwehrdienst konstant und auch einigermaßen vorgegeben, es gibt pro Quartal rund 13.000 Einberufungen. Gleichzeitig gibt es rd. 400.000 Männer pro Jahrgang und wie du selbst schreibst, kommen da demnächst 2 Jahrgänge an Abiturienten gleichzeitig "auf den Markt".

Hat man Möglichkeiten sich was auszusuchen (verwaltungstechnischer Bereich etc. zumindest als Wunsch oder so [man könnte sich dann ja informiern obs möglich wär])?

Der Zivildienst kann bei jeder anerkannten Stelle geleistet werden, eine Zivildienstplatzbörse gibt es hier:

http://www.zivildienst.de/cln_027/lang_de/nn_152540/Content/de/ZDBSuchassistent/SuchFormular__node.html__nnn=true

Was für Freiheiten hat man bei der Wahl des Zividienstes?

Das Wort Freiheit solltest du nicht mit dem Zivildienst in Verbindung bringen, deine bürgerlichen Freiheiten sind dort in etwa gleich eingeschränkt, wie im Grundwehrdienst. Sicherlich kann Zivildienst Spaß machen, aber eben nur, wenn man die ganzen Nachteile ausblendet.

Was würdet ihr am ehesten tun? (Unterbrechen, Konkurrenzsituation ertragen, KatS)

Ich würde die Variante "weder noch" wählen. Aber das ist ja nicht der Punkt. Als weitere Variante könnte man noch ein freiwilliges soziales Jahr mit in die Diskussion aufnehmen. Oder nach der Berufsausbildung eben eine weitere - höherwertige - Ausbildung, z.B. als Techniker oder Fachwirt. Statt Wehrdienst versteht sich.
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Analapfelstrudel
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Beiträge: 96


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« Antworten #2 am: 9. Juni 2009, 14:23:10 »

Danke schonmal.

nun ja, des Zufall besten Freund bin ich bisher nie gewesen, herausfordern möchte ich mein Schicksal nicht unbedingt... fördert meine T1 Musterung denn nicht auch noch die Wahrscheinlichkeit der Einberufung? Und meinst du, dass die zwei folgenden Jahrgänge dann die Wahrscheinlichkeit der Einberufung weitergehend halbieren?

Das mit dem KatS hört sich ja erschreckend schlimm an^^ Der einzige wichtige Vorteil ist für mich, dem Wehrdienst durch den Zivi zu entgehen. Ein FSJ wäre LETZTENDLICH ja mehr oder weniger dasselbe wie die Ableistung des Zivis. Ich bin ein Jahr (etwa) gebunden und komme somit in die Konkurrenzsituation.

Und wie läuft das letzte was du ansprachst, mit der höherwertigen Ausbildung? Das ist mir gänzlich unbekannt. Das Wort "Freiheiten" war nur bezogen auf die verschiedenen Möglichkeiten an Durchführungsweisen des Zivi, sprich wo, in welchem Bereich etc. und ob man komplett freie Wahlmöglichkeiten hat etc.

Ich würde einfach gern ne Ausbildung machen und ins Arbeitsleben einsteigen ohne jemals ne AGA zu machen oder halt mit zu vielen Abitus konkurrieren zu müssen (oder gar die Arbeit zu unterbrechen). Aber ohne Glück und Zufall lässt sich scheinbar zumindest eines nicht vermeiden.^^
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svennie
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« Antworten #3 am: 9. Juni 2009, 14:48:51 »

nun ja, des Zufall besten Freund bin ich bisher nie gewesen, herausfordern möchte ich mein Schicksal nicht unbedingt...

Der Zufall sollte auch nur ein Teil einer Strategie sein.

fördert meine T1 Musterung denn nicht auch noch die Wahrscheinlichkeit der Einberufung?

Du kommst zwar für mehr Verwendungen in Frage als ein Teil der anderen Wehrpflichtigen aber es ist ohnehin nicht möglich, die Einberufungswahrscheinlichkeit in Prozent anzugeben, da es sich um eine Rechnung mit zu vielen Unbekannten handelt-

Und meinst du, dass die zwei folgenden Jahrgänge dann die Wahrscheinlichkeit der Einberufung weitergehend halbieren?

Halbieren sicher nicht, verringern aber schon.

Das mit dem KatS hört sich ja erschreckend schlimm an^^

Das Problem ist, dass du quasi erpressbar wirst. Die Anforderungen, die man an dich stellt, werden immer größer. Und irgendwann stehst du vor der Frage, ob du das noch 2 Jahre durchhältst oder doch zu den abgeleisteten Monaten noch den vollen Wehr- oder Zivildienst ableistest. Es wird aber schon dann problematisch, wenn du berufsbedingt umziehen möchtest.

Der einzige wichtige Vorteil ist für mich, dem Wehrdienst durch den Zivi zu entgehen.

Rein formal ist Zivildienst auch nur eine Form des Wehrdienstes.

Ein FSJ wäre LETZTENDLICH ja mehr oder weniger dasselbe wie die Ableistung des Zivis.

Sicherlich ist die Tätigkeit ähnlich. Es gilt für dich aber nicht das Disziplinarrecht des Zivildienstes um jetzt nur ein Beispiel zu nennen.

Und wie läuft das letzte was du ansprachst, mit der höherwertigen Ausbildung?

Man kann sich für eine Technikerausbildung oder eine Fachwirtausbildung genauso zurückstellen lassen, wie für jede andere Berufsausbildung.

Nehmen wir an, du bist knapp 19 Jahre alt wenn du das Abitur machst, also 22, wenn du mit der Berufsausbildung fertig bist.

Fachwirt-, Techniker- und Meisterausbildungen werden häufig als Abendkurse angeboten, können also neben dem Beruf absolviert werden, es kommt also nur noch darauf an, ob für die Zulassung irgendwelche Voraussetzungen, wie etwa Berufserfahrung etc. notwendig ist. Mit Zusage eines Platzes in einem solchen Kurs liegt dann ein Zurückstellungsgrund vor, der eine Einberufung hindern würde, nach der Ausbildung wärst du dann regelmäßig so alt, dass wegen Erreichen der Altersgrenze nicht mehr zum Wehrdienst herangezogen werden könntest.
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Analapfelstrudel
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« Antworten #4 am: 9. Juni 2009, 17:18:27 »

Und dieses Disziplinarrecht macht was?
Wie sieht es eigentlich mit den Vergütungen aus?
Hab mitbekommen dass man als Zivi allgemein erstmal mehr bekommt als beim Heer etc. (wegen entfallender Unterkunft, Kleidung, Nahrung)
Kriegt man als Zivi eigentlich einen festen Satz oder variiert das von Stelle zu Stelle? Und wird das FSJ genau so bezahlt?
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Analapfelstrudel
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« Antworten #5 am: 11. Juni 2009, 12:29:17 »

Ähm... wie sieht das mit dem FSJ aus? Was hab ich da so für Möglichkeiten? Ich muss ja nichts soziales machen oder? und was sind da so meine Ansprechpartner?
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eKsman
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« Antworten #6 am: 11. Juni 2009, 14:16:53 »

Mal eine ganz andere Frage.... Fange sehr wahrscheinlich am 01.08.2009 eine Umschulung an... Die vom Arbeitsamt bezahlt wird. Habe vor kurzen einen Brief von der Zivildienststelle bekommen wo drinne stand das ich meine Begründung und einen Lebenslauf hinschicken soll... Angenommen ich stecke mitten in der Umschulung und es kommt ein Brief wo ich aufgefordert werde mir eine Stelle zu suchen... Ich würde dann doch die 2 Jahre zurückgestellt werden oder??? Mir darf ja Jobmessig durchn beknackten Zivi keine Nachteile enstehen oder???
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svennie
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« Antworten #7 am: 18. Juni 2009, 11:49:25 »

... Fange sehr wahrscheinlich am 01.08.2009 eine Umschulung an... Die vom Arbeitsamt bezahlt wird. Habe vor kurzen einen Brief von der Zivildienststelle bekommen wo drinne stand das ich meine Begründung und einen Lebenslauf hinschicken soll... Angenommen ich stecke mitten in der Umschulung und es kommt ein Brief wo ich aufgefordert werde mir eine Stelle zu suchen... Ich würde dann doch die 2 Jahre zurückgestellt werden oder???

Sehr wahrscheinlich ja, das kommt darauf an, ob du da einen Beruf lernst oder aber "nur" irgendwelche allgemeinen Tätigkeiten oder konkreten Berufsbezug beigebracfht bekommst.

Mir darf ja Jobmessig durchn beknackten Zivi keine Nachteile enstehen oder???

Wie kommst du auf die Idee? Du bist nur im Regelfall vor besonderen Härtefällen geschützt (§ 11 Zivildienstgesetz).

Ähm... wie sieht das mit dem FSJ aus? Was hab ich da so für Möglichkeiten?

Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, die aber der Zustimmung durch das BAZ bedürfen.

Ich muss ja nichts soziales machen oder?

Hm, es heißt aber schon freiwilliges soziales Jahr. Aber du ast Recht, du kanst auch ein freiwilliges ökoligisches Jahr machen. Und ja, der Begriff "sozial" ist da durchaus etwas aufgeweicht.

und was sind da so meine Ansprechpartner?

Google bietet da eine Menge Informationen:

http://www.google.de/search?q=fsj&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a
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eKsman
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« Antworten #8 am: 18. Juni 2009, 12:02:39 »

Ja ich erlehrne dort nen komplett neuen Beruf. Danke für deine Antwort Smiley
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Didi123
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« Antworten #9 am: 18. Juni 2009, 13:15:04 »

Hallo,

also ich versteh denen ihr Konzept auch net. Ich kenne einen, der wurde gemustert, hatte nicht mal ein Attest vom Orthopäden dabei und wurde wegen seines Rückens ausgemustert. Hat nicht mal groß rumlammentiert, dass ihm sein Rücken schmerzt! Dann kenn ich noch einen, der wurde ausgemustert, weil er zu dünn!!!! ist. Also Haut und Knochen ist der aber auch nett!!!

Oh je eKsman, da erübrigt sich anscheinend auch meine nächste Frage. Mir fiel noch ein, dass ich mich schon 2 x beim Handballspielen übelst am Fuß/Bänder verletzt habe. Es passiert bei mir ganz leicht, das ich mein Sprunggelenk überdehne! Das eine Mal musste ich sogar ins Krankenhaus und die haben auf den Röntgenbildern festgestellt, das da noch was vom letzten Mal zu sehen ist (da war ich nicht beim Arzt, sondern hab nur ne Salbe geschmiert und nen blau/grünen Knöchel gekriegt) und dass ich doch mal zur Kernspinn sollte. Die Überweisung hierfür hätte mein Hausarzt ausstellen sollen und der meinte dann 2 Tage später "ach das können wir uns sparen, die Schwellung ist ja schon schön zurück gegangen. Meine Mutter sagte mir, dass ein Orthopäde schon vor vielen Jahren mal sagte (als ich noch klein war), dass ich eine angeborene Überdehnbarkeit der Bänder hätte! Deshalb habe ich auch übelst Senk-Spreiz-Platt-Füsse und trag seit fast 10 Jahren Einlagen!!! Das wäre mir jetzt noch als Grund für ein Attest eingefallen. Leider habe ich diesen Arzt gewechsel, so dass er mir wohl jetzt für diese Aussage kein Attest mehr ausstellen wird, wenn ich schon mehrere Jahre bei der Konkurrenz bin.

Im Nachhinein muss ich feststellen, dass ich wohl auch etwas geschlafen habe!!!! Bei der Fußsache - die war so ca. im März - hätte ich gleich reagieren sollen!!!! Zur Info, meine Musterung war schon letztes Jahr im November!

Didi123
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Analapfelstrudel
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« Antworten #10 am: 21. Juni 2009, 11:19:27 »

Blöd ist, ich hab auchn krummen Rücken, zwar keine Schmerzen, dem Musterarzt isses aber trotzdem entgangen^^

Hat eine Ausmusterung eigentlich irgendeinen Nachteil im Beruf? Kann es einen Arbeitgeber interessieren, dass man n krummen Rücken hat (vll. auch wenner fragt wegen GWD und man sagt dass man ausgemustert wurde) und deswegen untauglich ist für den Dienst, so dass er dann sagt "Ja wenn du schon nich dafür tauglich bist, müsste man hier auch erst überlegen, ob du für den beruf geeignet bist" oder so?
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