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Autor Thema: nachmusterung  (Gelesen 1257 mal)
Pazifik
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« am: 10. Januar 2009, 13:47:45 »

hallo allerseits. ich wurde vor ca einem jahr gemustert. untersuchende ärztin hat alle meine vorgetragenen BEschwerden übergangen und mich mit t1 versehen. Ich habe keinen widerspruch eingelegt, möchte jetzt aber eine Nachmusterung beantragen. Momentan verfüge ich über ein Attest, dass ich als begründung einschicken möchte. es lautet folgendermaßen:
Herr...ist mir seit fürhester Kindheit bekannt. Er war damals wegen heftiger , lang andauerneder Bronchitis mit häufigen REzidiven eine inhalationstherapie erforderlich. Einerseits hält im Erwachsenenalter eine Neigung zu wiederkehrenden protrahierten Bronchitiden an. Andererseits besteht ein anfallsweise auftretender Husten. In diesem Zusammenhang zeigt die bronchiale Provokation mit Histamin zwar kein Auftreten einer Bronchialobstruktion, jedoch die Auslösung eines heftigen Hustens. Das Zustandsbild spricht somit für eine tracheale Hyperreagibilität. Es erfolgt deshalb eine Therapie mit inhalativem Cortison, Flutide 250 Diskus 2x1 h. als längerfristiger Therapieansatz.

Soweit das Attest, es wurde von einem Facharzt für Lungenerkrankungen ausgestellt.
Meine Frage hierzu lautet nun, ob so etwas reicht oder ob ich mich noch zu weiteren Fachärzten begeben muss? Kennt sich jemand ein bisschen(medizinisch) aus. Vielen Dank im Voraus für Beantwortung meiner Frage
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svennie
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« Antworten #1 am: 10. Januar 2009, 18:40:12 »

Meine Frage hierzu lautet nun, ob so etwas reicht oder ob ich mich noch zu weiteren Fachärzten begeben muss?

Ein Antrag auf eine Überprüfungsuntersuchung (eine "Nachmusterung" gibt es nicht) sollte möglichst nur so begründet werden, wie es das Gesetz vorsieht, also mit einer Änderung des Gesundheitszustandes seit der letzten musterungsärztlichen Untersuchung. Eine solche Änderung wird vermutet - und wäre dann nicht nachzuweisen - wenn seit der letzten musterungsärztlichen Untersuchung mindestens 2 Jahre vergangen sind.

Dein Attest krankt im Übrigen daran, dass hier Diagnosen aufgezählt werden und die Darlegung, wie therapiert wird. Es kommt aber letztlich einzig darauf an, ob du den Anforderungen des Grundwehrdienstes (insbesondere in Bezug auf die Tätigkeiten in der Grundausbildung) gewachsen bist oder nicht - und warum. Hierauf geht der Arzt aber mit keinem Wort ein.
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Pazifik
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Beiträge: 3


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« Antworten #2 am: 10. Januar 2009, 19:14:42 »

Vielen Dank erstmal für die rasche Beantwortung meiner Frage. Hört sich ja alles andere als rosig an, dabei war die Lunge meine größte Hoffnung. Naja sonst irgendwelche Tipps oder Tricks für mich bezüglich (Schein)krankheiten etc.? Wenn ich dran denke dass ich in meinem kerngesunden Freundeskreis der einzige bin der eingezogen werden soll packt mich der blanke Hass auf diese sogenannte Wehrgerechtigkeit Traurig
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svennie
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Beiträge: 6.271


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« Antworten #3 am: 10. Januar 2009, 19:48:09 »

Vielen Dank erstmal für die rasche Beantwortung meiner Frage. Hört sich ja alles andere als rosig an, dabei war die Lunge meine größte Hoffnung.

Diese Hoffnung solltest du auch nicht aufgeben.

Naja sonst irgendwelche Tipps oder Tricks für mich bezüglich (Schein)krankheiten etc.?

Zunächst geht es ja darum, dass überhaupt eine Überprüfungsuntersuchung stattfindet. Eine Änderung des Gesundheitszustandes könnte zum Beispiel sein, dass du ständig unter Kopfschmerzen leidest.

Wenn ich dran denke dass ich in meinem kerngesunden Freundeskreis der einzige bin der eingezogen werden soll packt mich der blanke Hass auf diese sogenannte Wehrgerechtigkeit Traurig

Ob du einberufen wirst, das steht doch noch garnicht fest.

Du solltest noch einmal mit deinem Arzt reden, er sollte auf konkrete Tätigkeitsmerkmale aus der Grundausbildung eingehen. Diese sind hier aufgeführt:

http://www.zentralstelle-kdv.de/z.php?ID=152

Hier könnte er evtl. darauf eingehen, dass es dir unter bestimmten, häufiger auftretenden Umständen unmöglich ist, die ABC-Schutzkleidung ("Gasmaske") zu tragen. Die oben genannte Seite solltest du ausdrucken und deinem Arzt vorlegen.
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Pazifik
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Beiträge: 3


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« Antworten #4 am: 10. Januar 2009, 21:07:42 »

Nochmals vielen dank für die rasche und kompetente UNterstützung! Werde die Tipps auf jeden Fall befolgen, habe aber auch noch eine Rückengeschichte im petto. MFG
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