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Autor Thema: Unsicher  (Gelesen 1380 mal)
Trip
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Beiträge: 1


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« am: 1. Februar 2008, 22:20:49 »

Hallo,
Ich leiste seit dem 1. Dezember meinen Zivieldienst in einem Krankenhaus auf Station.
Zu erst dachte ich mir: ist schon nicht so schlimm, da wird man schon rein wachsen. Da ich zufor auch einen Tag in einer behinderten Wohngruppe probegearbeitet habe und das wesentlich belastener schien.
Doch irgendwie hab ich überhaupt keine Motivation mehr und geh nur noch euserst ungern zum Dienst. Eigentlich kann ich mich nicht beklagen, alle sind nett (auch wenn man sich aufgrund der Altersdiferenz kaum unterhalten kann)und wirklich eklige Sachen muss ich nur selten machen, wenn stress ist.
Trozdem macht mich der Dienst irgendwie fertig, die ganzen Alten leute und Pflegefälle und so. Nach Dienstschluss hab ich meist zu garnix mehr lust und auch träume ich häufig schlecht.
Ich binn mir aber nicht sicher, ob mich der Dienst wirklich seelisch fertig macht, oder ob ich nur sehr faul bin. Weil wie gesagt, eigentlich geht es mir da nicht so schlecht.
Wärend des Dienstes ist es auch meistens nicht so schlimm, doch wenn ich denke das ich am nächsten Tag wieder Dienst habe graust es mir schon.
Ich weiß nicht was ich tuhn soll, ich hab mir schon überlegt eine Nachmussterung anzufordern, doch eigentlich bin ich körperlich rundum gesund und wärde wenn dann warscheinlich nur versätzt und einer anderen Dienststelle zugeteilt, was ich eigentlich aber auch nicht will.
Am liebsten wäre es mir ich müsste den Zivieldienst garnicht machen.
Was ich eventuell noch erwänen sollte ist, dass ich ab und an cannabis konsomiere (was ich damals bei der Musterung nicht gesagt habe). In letzter Zeit rauche ich mehr, da mich das beruhigt und nach dem dienst recht gut tut. Denoch konsomiere ich nicht sehr viel.
Meint ihr, dass ich, wenn ich bei einer Nachmusterung sage, dass ich psychische Probleme habe und Cannabis konsumiere, das für eine nachträgliche Ausmussterung reicht? und hatt das irgendwelche Folgen? (meine Eltern wissen nichts dafon)
mfg
« Letzte Änderung: 1. Februar 2008, 22:25:12 von Trip » Gespeichert
svennie
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Beiträge: 6.271


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« Antworten #1 am: 2. Februar 2008, 01:14:29 »

Meint ihr, dass ich, wenn ich bei einer Nachmusterung sage, dass ich psychische Probleme habe und Cannabis konsumiere, das für eine nachträgliche Ausmussterung reicht? und hatt das irgendwelche Folgen?

Eine "Nachmusterung" gibt es nicht, es kann eine Untersuchung beantragt werden wenn du davon ausgehst, nicht (mehr) zivildienstfähig zu sein.

Das Problem: Der Konsum "weicher" Drogen führt nach Meinung des Bundesamtes für den Zivildienst nicht quasi automatisch zur Änderung des Tauglichkeitsgrades in "vorübergehend nicht zivildienstfähig".

Es gibt da eine sehr merkwürdige Anweisung an die Ärzte, die die Untersuchungen vornehmen:

http://www.musterungsforum.de/nachrichten/aktuelle-meldungen-zum-zivildienst/richten-die-kreiswehrersatzaemter-eigenes-musterungsverfahren-fuer-kdv-antragsteller-ein-523-37.html

Wenn du unschlüssig bist, was mit Dir los ist, hindert dich niemand einen Arzt aufzusuchen. Dieser könnte dich dann ggf. krankschreiben, insbesondere wenn du ihm schilderst, dass du Drogen konsumierst um die Situation zu ertragen.

Über den Konsum von Drogen ausgemustert zu werden, wird wohl - jedenfalls auf einfachem Wege - nur über den Verzicht auf die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer funktionieren.

Folge der Offenbarung des Drogenkonsums ist, dass dies durchaus dokumentiert werden könnte (bei "deinem" Arzt und ggf. beim BAZ). Wenn du also später Versicherungsverträge oder ähnliches eingehst, solltest du Fragen zu deinem Gesundheitszustand genau lesen, wenn z. B. nach Drogenkonsum in den letzten 5 Jahren gefragt wird und gleichzeitig eine Einwilligung in die Einsichtnahme in alle ärztlichen Unterlagen gestattet wird, dann solltest du den Vertragsschluss möglichst so weit verschieben, dass du guten Gewissens sagen kannst, in den letzten 5 Jahren keine Drogen konsumiert zu haben.

(meine Eltern wissen nichts dafon)

du bist volljährig (davon gehe ich jetzt jedenfalls aus).
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