Meint ihr, dass ich, wenn ich bei einer Nachmusterung sage, dass ich psychische Probleme habe und Cannabis konsumiere, das für eine nachträgliche Ausmussterung reicht? und hatt das irgendwelche Folgen?
Eine "Nachmusterung" gibt es nicht, es kann eine Untersuchung beantragt werden wenn du davon ausgehst, nicht (mehr) zivildienstfähig zu sein.
Das Problem: Der Konsum "weicher" Drogen führt nach Meinung des Bundesamtes für den Zivildienst nicht quasi automatisch zur Änderung des Tauglichkeitsgrades in "vorübergehend nicht zivildienstfähig".
Es gibt da eine sehr merkwürdige Anweisung an die Ärzte, die die Untersuchungen vornehmen:
http://www.musterungsforum.de/nachrichten/aktuelle-meldungen-zum-zivildienst/richten-die-kreiswehrersatzaemter-eigenes-musterungsverfahren-fuer-kdv-antragsteller-ein-523-37.htmlWenn du unschlüssig bist, was mit Dir los ist, hindert dich niemand einen Arzt aufzusuchen. Dieser könnte dich dann ggf. krankschreiben, insbesondere wenn du ihm schilderst, dass du Drogen konsumierst um die Situation zu ertragen.
Über den Konsum von Drogen ausgemustert zu werden, wird wohl - jedenfalls auf einfachem Wege - nur über den Verzicht auf die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer funktionieren.
Folge der Offenbarung des Drogenkonsums ist, dass dies durchaus dokumentiert werden könnte (bei "deinem" Arzt und ggf. beim BAZ). Wenn du also später Versicherungsverträge oder ähnliches eingehst, solltest du Fragen zu deinem Gesundheitszustand genau lesen, wenn z. B. nach Drogenkonsum in den letzten 5 Jahren gefragt wird und gleichzeitig eine Einwilligung in die Einsichtnahme in alle ärztlichen Unterlagen gestattet wird, dann solltest du den Vertragsschluss möglichst so weit verschieben, dass du guten Gewissens sagen kannst, in den letzten 5 Jahren keine Drogen konsumiert zu haben.
(meine Eltern wissen nichts dafon)
du bist volljährig (davon gehe ich jetzt jedenfalls aus).