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Autor Thema: Unfähigkeitsverfahren, ernstes Magen-Problem, brauche dringend hilfe!  (Gelesen 525 mal)
Reisschuessel
Newbie
*
Beiträge: 1


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« am: 9. Juli 2009, 13:07:23 »

Guten Tag.
Ich habe am 1.7. meinen Dienst angetreten,  habe ich seit Montag jede Malzeit wieder erbrochen, auch quer über die Toiletten.
Am Montag bin ich als Notfall zu den Sanis gekommen, der Arzt meinte irgendwie das ich umgehend einen Zivi-Antrag stellen soll und das er mich sonst nicht weiter behandeln würde. Am Dienstag habe ich wieder alles vollgebrochen, und der Arzt hat mich nach Hause geschickt und mir einen Termin bei einem Psychologen gegeben der in 3 Wochen Prüft ob ich überhaupt Wehrtauglich bin.

Symptome: Übelkeit,Erbrechen,Kreislaufbeschwerden,Unwohlsein,Anpassungsstörungen

Jetzt meine Frage:

1)Der Termin ist in fast 3 Wochen, wenn mein Zivi antrag bis dahin durch ist und ich ausgemustert werde, muss ich doch trotzdem Zivildienst leisten oder?

2)Bin ich, falls ich wirklich nicht tauglich bin, sofort da weg?

3)Was erwartet mich beim Psychologen, was muss ich sagen/tun um sicher da weg zu kommen? Ich hatte gedacht einfach Ehrlich Schildern was mit mir so los ist und hoffen...

Meine Idee:
Morgen zum nächsten Standort gehen, dort den Arzt besuchen, und darum bitten genauer Untersucht zu werden, gerade am Magen, und schildern das ich den Druck nochmal in die Kaserne zu fahren nicht aushalte.
Meint ihr das würde mir weiterhelfen und die ganze Sache beschleunigen? Weil so lange hier zuhause mit Bauchschmerzen rumsitzen will ich auch nicht. Außerdem wäre es unglaubwürdig wenn ich wieder zur Kaserne gehe und dann da noch 2 Tage bin bevor ich zum Psychologen geschickt werde...
Meine Kameraden fänden das mit Sicherheit auch nicht lustig.





Vielen Dank schonmal,
ich hoffe sie können mir weiterhelfen.
Gespeichert
svennie
Hero Member
*****
Beiträge: 5.644


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« Antworten #1 am: 9. Juli 2009, 14:36:33 »

...der Arzt meinte irgendwie das ich umgehend einen Zivi-Antrag stellen soll und das er mich sonst nicht weiter behandeln würde.

Dann solltest du für diese Aussage ggf. einen Zeugen besorgen. Abgesehen davon, solltest du dich beschweren, zum Beispiel beim Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages. Es ist nicht SInn und Zweck des Anerkennungsverfahrens für Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen, offensichtlich wehrdienstunfähige Wehrpflichtige in Richtung zivildienst zu entsorgen.

Am Dienstag habe ich wieder alles vollgebrochen, und der Arzt hat mich nach Hause geschickt und mir einen Termin bei einem Psychologen gegeben der in 3 Wochen Prüft ob ich überhaupt Wehrtauglich bin.

Das klingt doch sinnvoll.

1)Der Termin ist in fast 3 Wochen, wenn mein Zivi antrag bis dahin durch ist und ich ausgemustert werde, muss ich doch trotzdem Zivildienst leisten oder?

Du wirst nicht "ausgemustert", allenfalls entlassen,. Und ja, die logische Schlussfolgerung ist, dass man dich - jedenfalls grundsätzlich - zum Zivildienst heranziehen könnte.

2)Bin ich, falls ich wirklich nicht tauglich bin, sofort da weg?

Nein, man wird dich bis dahin aber wahrscheinlich krankschreiben.

3)Was erwartet mich beim Psychologen, was muss ich sagen/tun um sicher da weg zu kommen? Ich hatte gedacht einfach Ehrlich Schildern was mit mir so los ist und hoffen...

Richtig. Man wird versuchen, zu ergründen, ob die Übelkeit psychische Ursachen hat (was ja nicht unwahrscheinlich ist) und ob das Umfeld (Kaserne, Sammelunterkunft) heirfür verantwortlich ist.

Man wird versuchen, bis zum Ende hin den Eindruck zu erwecken, dass du keine Chance hast, aus der Nummer wieder herauszukommen. Es sieht aber so aus, als ob hinter den Kulissen schopn alles getan wird, um dich aus dem Dienst zu entlassen. Jedenfalls ist dies schon geplant.

Morgen zum nächsten Standort gehen, dort den Arzt besuchen, und darum bitten genauer Untersucht zu werden, gerade am Magen, und schildern das ich den Druck nochmal in die Kaserne zu fahren nicht aushalte.

Das heißt, du hast Zweifel daran, dass es ein psychisches Problem ist und du vermutest etwas körperliches? Dann solltest du - im Sinne deiner Gesundheit - durchaus diese Möglichkeit nutzen.

... Meine Kameraden fänden das mit Sicherheit auch nicht lustig.

Soviel zum Thema Kameradschaft. Du solltest dir da nicht so viel Gedanken machen.
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