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Autor Thema: Psychisches Wrack nach einer Woche Dienst  (Gelesen 928 mal)
Mears
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« am: 11. April 2010, 17:14:39 »

Hallo allerseits,

hab richtig dolle Probleme mit der Bundeswer.

Meine Geschichte:

Bin nun seit einer Woche bei der Bundeswehr und das ganze soll die nächsten 8 jahre andauern. Hab nun nach 4 Tagen bereits 4 Tage sonderurlaub (hat aber noch nen anderen Grund) bekommen.

Ich hab panische Angst da morgen wieder hinzufahren und mich deshalb entschlossen erst einmal zum nächstgelegenen Truppenarzt zu fahren und dem meine Geschichte erzählen.

Meine Probleme wirken ich wie folgt aus:

Schlafprobleme, Essstörungen, Angst und Weinanfälle (nur bei dem Gedanken da wieder hin zu müssen).

Ich hege Agressionen gegen die Leute dort aus ( auch gegen die Kameraden). Sogar meine Familie behandel ich beschis**n, weil ich vom Kopf her einfach nicht mehr klar komme. Ich bin einfach nicht mehr ich selbst und wirklich verzweielt, da ich nicht weiß, wie ich aus der Sache wieder rauskommen soll.

Ich weiß, dass nun viele denken: Na warum hat der sich dann erst zum SAZ machen lassen?
Antwort: Ich hatte mir das ganze komplett anders vorgestellt und zudem wurde mir dann auch noch gesagt, dass meine zukünftige Einheit fast jedes jahr in den Einsatz fährt ( hab ich ebenfalls tierischen Schiss vor)...

Was soll ich nun tun?
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svennie
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Beiträge: 6.272


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« Antworten #1 am: 11. April 2010, 20:11:41 »

Was soll ich nun tun?

Du solltest zunächst deine Gedanken sortieren und klären, wo das Problem liegt:

- Auf der menschlichen Ebene bei den "Kameraden" und Vorgesetzten
- Kriegsdienst als solcher
- Du hältst die Belastung nicht aus

Dann solltest du überlegen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Käme Grundwehrdienst noch infrage? Bist du den Anforderungen in der Truppe überhaupt nicht mehr gewachsen?

Wenn das geklärt ist, gilt es zu entscheiden, ob du als dienstunfähig entlassen werden möchtest oder einen anderen Grund suchst.

Bis dahin ist der Weg der Krankschreibung bis zu einer ggf. zu erfolgenden psychologischen Begutachtung durchaus richtig.
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Mears
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Beiträge: 2


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« Antworten #2 am: 12. April 2010, 06:04:29 »

hallo,

erstmal vielen dank für deine Antwort.

Ich kann mir nicht erklären, wo das problem. Ein möglicher faktor könnte sein, dass ich in meinem lieben noch nie mit solchen Sachen wie übermäßig starker druck, 20 std schreien am tag usw konfrontiert wurde.

Ich hab persönlich überhaupt gar nix gegen die kameraden. Ganz im Gegenteil, die sind alle sehr nett zu mir und helfen wo sie können. Aber ich muss sagen, dass ich nicht mehr ich selbst bin, wenn ich da bin.

Gestern hatte ich (auch wenns mir ei bisschen peinlich ist) einen kleinen innerlichen Zusammenbruch. Ich behandel meine Familie und meine Freundin mieß, wollte nirgends hin, niemanden sehen, hab mich sofort aus dem Schützenverein gemeldet. Bis jetzt war es für mich immer nur spaß. Doch seit ich dort bin, hat sich meine Sichtweise total verändert.

Ich will nie wieder mit soetwas zu tun haben!

Was soll ich denn tun, wenn sie mich zwingen dort wieder hinzugehen? Ich weiß echt nicht, was ich dann tun sollte.

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svennie
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Beiträge: 6.272


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« Antworten #3 am: 12. April 2010, 12:43:49 »

Was soll ich denn tun, wenn sie mich zwingen dort wieder hinzugehen? Ich weiß echt nicht, was ich dann tun sollte.

Hier liegt in meinen Augen schon ein gewisses psychologisches Problem vor, dass zu klären wäre, eigentlich sollte der Truppenarzt die richtigen Weichen stellen und dich zu einem Psychologen schicken und bis dahin von allen Diensten befreien.

Ggf. solltest du auch Kontakt zum zuständigen Sozialdienst der Bundeswehr bzw. zum Standortpfarrer aufnehmen, um Möglichkeiten einer möglichst baldigen Dienstbeendigung zu besprechen.

Klappt dies so nicht, bleibt als Option immer noch ein erfahrener Rechtsanwalt oder ggf. ein Ausmusterungsberater.
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scharle
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Beiträge: 4


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« Antworten #4 am: 25. Mai 2010, 14:35:56 »

Ein anderer Kollege hatte ja auch schon von psychischen Problemen gesprochen nur wenige Tage nach Dienstbeginn. In meinen Augen ist es wichtig, sich Hilfe zu holen ... die nötigen Stellen hat man dir ja schon genannt.

Das Umfeld beim Wehrdienst ist nicht unbedingt das Zuträglichste für jemanden mit psychischen Problemen und deshalb solltest du dich schnell um die passende Behandlung umschauen.
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