Hallo,
folgende Situation:
Ich wurde vor ca. 2 Jahren T2- mit Einschränkungen gemustert.
Nein, du wurdest wehrdienstfähig mit Einschränkungen für bestimmte Tätigkeiten gemustert.
Danach erfolgten 3 Einberufungen, jedoch wurde ich jedesmal aufgrund eines Zeitlich befristeten Arbeitsvertrages zurückgestellt.
Na da hast du aber Glück gehabt. Dir wurden tatsächlich 3 Einberufungen zugestellt und alle 3 wurden aus dem gleichen Grund wieder aufgehoben!?
Zuletzt war ich bis Juni 2010 zurückgestellt, allerdings hat mir mein letzter Arbeitgeber einen Festvertrag angeboten unter der Prämisse das ich vorher noch meinen Grundwehrdienst ableiste.
Na der hat ja Ideen. Aber den Vertrag gibt es noch nicht!?
Mein Problem ist nun folgendes:
Von den ca. 8 Arbeitsstunden die ich therotisch täglich habe, arbeite ich momentan (wenn ich nicht KzH bin^^) ca. 20 - 30 min. Den Rest der Zeit habe ich nichts zu tun sitze rum lese Zeitungen und langweile mich.
Ja, die Berichte des Wehrbeauftragten sind voll von solchen Berichten. "Gammeldienst" nennt sich das.
Das GeZi ist besetzt mit 2 Manschaftern und 1 Stabsfeldwebel und einfach mal tierisch unterfordert.
Wow, da wird bestimmt ne Menge Kaffee gekocht und aus dem Fenster geguckt.
Was mich daran einfach nur stört ist die Tatsache das ich vorher meine
3- Jährige Ausbildung gemacht und danach noch 2-Jahre in meinem Lehrberuf (Großhandelskaufmann) gearbeitet habe. Dort hatte ich den ganzen Tag was zu tun um rumsitzen war Luxus. Wenn ich nun daran denke nach dem WE wieder ins Gezi zu gehen und nichts zu tun könnte ich auf gut Deutsch einfach kotzen.
Der Bund zieht mich quasi aus meinem Job raus, bezahlt mir wesentlich weniger Kohle (bin nur GWDL) und ich tue nichts.
Das Problem haben in der Tat viele Wehrpflichtige, das ist halt die Folge davon, dass es Einheiten mit Freiwilligen gibt, die in Auslandseinsätze gehen und dann gibt es eben welche, die das nicht tun. Da passiert dann in aller Regel überhaupt nichts.
Zum 31.12.2010 soll ich nun offiziel entlassen werden und ich habe einfach die befürchtung von der BW komplett versaut zu werden und starke probleme zu haben danach wieder in das tägliche Arbeitsleben reinzufinden. Meint Ihr das, das für ein DU-Verfahren reicht ?
Schwierig. Voraussetzung ist, dass dein Gesundheitszustand bis zum Ende der Wehrdienstzeit voraussichtlich nicht so weit wiederhergestellt sein wird, dass du dann dienstfähig bist.
Da du aktuell aber nicht KzH bist, sondern dies nur zwischendurch häufiger mal passiert, liegt diese Voraussetzung schon mal nicht vor.
Nachlesen kannst du das in § 29 (2) Wehrpflichtgesetz:
http://www.gesetze-im-internet.de/wehrpflg/__29.htmlVielleicht kann man etwas tricksen, hierzu müsste man aber wissen, wie alt du bist.
Wenn ja, wie geht man dann am besten vor ?
- Meldet man sich erst beim Arzt
Ja, denn dieser - bzw. ein Facharzt - wird ja die Dienstunfähigkeit erstmal feststellen müssen.
- oder versucht man zuerst mit dem Spieß bzw dem Kp-Chef zu reden ?
Die können dir leider kaum helfen, weil es ja im Dienstunfähigkeitsverfahren um gesundheitliche Aspekte geht. Aber wenn das Verhältnis soweit ok ist, dann kannst du mit denen natürlich drüber reden.