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Neuestes Mitglied: NeewayRorry

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Autor Thema: 3 wochen beim Bund - halte es nicht mehr aus!  (Gelesen 3779 mal)
stylez6788
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« am: 19. Januar 2007, 19:48:30 »

hallo leute,

also ich bin jetzt 3 wochen bei der bundeswehr, und ich halte es wirklich nicht mehr aus.. ich habe auch schon einen kdv antrag gestellt, der musste aber erst vom kompanie chef genehmigt werden. Nun gut, der Antrag wurde genehmigt, jetzt habe ich von meinem Kreisverwaltungsreferat post gekriegt, das ich doch bitte noch einmal eine genaue begründung mit lebenslauf reinschicken muss. Ich habe wirkliche Gewissensgründe deswegen, ich könnte nie und nimmer auf einen Menschen schiessen, wirklich nicht. Doch jetzt meine Frage, jetzt schicke ich eben diesen Antrag zurück, wie lange dauert das denn, bis ich endlich aus der Bundeswehr entlassen werde? bitte helft mir, ich bin schon total am verzweifeln!!!!!
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svennie
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« Antworten #1 am: 19. Januar 2007, 21:10:43 »

ich habe auch schon einen kdv antrag gestellt, der musste aber erst vom kompanie chef genehmigt werden.

War beim Bund wieder Märchenstunde? Über den KDV-Antrag entscheidet das Bundesamt für den Zivildienst und zwar allein und in eigener Zuständigkeit.

jetzt habe ich von meinem Kreisverwaltungsreferat post gekriegt,

Nein, du hast nicht vom Kreisverwaltungsrefarat Post bekommen sondern vom Kreiswehrersatzamt.

das ich doch bitte noch einmal eine genaue begründung mit lebenslauf reinschicken muss. Ich habe wirkliche Gewissensgründe deswegen, ich könnte nie und nimmer auf einen Menschen schiessen, wirklich nicht. Doch jetzt meine Frage, jetzt schicke ich eben diesen Antrag zurück, wie lange dauert das denn, bis ich endlich aus der Bundeswehr entlassen werde? bitte helft mir, ich bin schon total am verzweifeln!!!!!

Wenn du dich weiterhin so von diesem (Entschuldigung) Primaten verwirren und beeinflussen lässt, dann wohl nie. Ich weiß auch nicht, wie lange man dieses Spielchen mit dir schon spielt. Eine Woche? 2 Wochen? So 3-4 Wochen wird es wohl unter Umständen noch dauern.

Du formulierst jetzt ganz vernünftig eine Begründung deiner Gewissensentscheidung, also warum du unter keinen Umständen Kriegsdienst mit der Waffe leisten kannst und schreibst auch noch rein, warum du den Antrag erst jetzt (also im Dienst) stellst. Und dann geht das seinen Weg, das ganze schickst du direkt dorthin, wo dieaw Aufforderung herkam (also entweder KWEA oder Bundesamt für den Zivildienst). Deinen Vorgesetzten geht das nichts an, selbst wenn er die Begründung sehen möchte, das geht ihn nichts an.

Desweiteren stellst du bei deinem Spieß (der ja ein richtiges Schlitzohr zu sein scheint) Antrag auf waffenlosen Dienst. Außerdem solltest du dich für diese Aktion noch beim Wehrbeauftragten des deutschen Bundestages beschweren.
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stylez6788
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« Antworten #2 am: 20. Januar 2007, 13:09:15 »

danke für deine schnelle antwort! Also das war wirklich so, das wir erst einen Brief an den Kompaniechef schreiben mussten.. ich weiß auch nicht wieso.. dann nach einer woche, habe ich eine Abgabenachricht erhalten, das es eben an das zuständige Kreiswehrersatzamt gegangen ist. Nun durfte ich am Wochenende nach hause und habe einen Brief vom Kreiswehrersatzamt bekommen:

"Ihren Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer habe ich am 11.07.2007 erhalten. Ich werde ihn demnächst an das für das KDV-Verfahren und die Entscheidung zuständige Bundesamt für Zivildienst (BAZ) in 50964 Köln weiterleiten, sobald mir Ihre Personalakten vollständig wieder vorliegen. Jeder weitere Schriftwechsel ist ab dann ausschließlich mit dem BAZ zu führen. Das BAZ wird die Angelegenheit vordringlich bearbeiten."

So, den habe ich jetzt bekommen, dann musste ich noch dazu einen Lebenslauf schicken und eben die Begründung.. Das habe ich gleich heute gemacht und werde den auch noch gleich einschicken.. Jetzt meine Frage, wie lange dauert das denn ungefähr??
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svennie
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« Antworten #3 am: 20. Januar 2007, 15:48:48 »

danke für deine schnelle antwort! Also das war wirklich so, das wir erst einen Brief an den Kompaniechef schreiben mussten..

Nein, es ist schlichtweg so, dass der Kompaniechef dich noch ein wenig quälen wollte. Der Antrag kann wirksam nur ohne Umwege direkt beim Kreiswehrersatzamt gestellt werden.

ich weiß auch nicht wieso.. dann nach einer woche, habe ich eine Abgabenachricht erhalten, das es eben an das zuständige Kreiswehrersatzamt gegangen ist. Nun durfte ich am Wochenende nach hause und habe einen Brief vom Kreiswehrersatzamt bekommen:

"Ihren Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer habe ich am 11.07.2007 erhalten. Ich werde ihn demnächst an das für das KDV-Verfahren und die Entscheidung zuständige Bundesamt für Zivildienst (BAZ) in 50964 Köln weiterleiten, sobald mir Ihre Personalakten vollständig wieder vorliegen. Jeder weitere Schriftwechsel ist ab dann ausschließlich mit dem BAZ zu führen. Das BAZ wird die Angelegenheit vordringlich bearbeiten."

So, den habe ich jetzt bekommen, dann musste ich noch dazu einen Lebenslauf schicken und eben die Begründung.. Das habe ich gleich heute gemacht und werde den auch noch gleich einschicken.. Jetzt meine Frage, wie lange dauert das denn ungefähr??

Ich sags mal so, dein Kp-Chef ist ja wohl einer, der die Sache bewusst verzögert, er wird auch deine Personalakte erst mit Verzögerung ans KWEA schicken etc. pp.

Ansonsten wären in diesem Falle 3 Wochen Bearbeitungszeit durchaus realistisch (und zwar ab Eingang des Antrages direkt beim KWEA). So wird es halt zusätzlich noch solange dauern wie der KpChef halt gerade lustig ist.

Und ergänzend: Beschwere dich beim Wehrbeauftragten ansonsten macht dieser Typ immer so weiter.

Es gibt einen Erlass des Bundesministeriums der Verteidigung (Fü S I 1 - Az 24-11-01), darin heißt es ausdrücklich:

Zitat
Erklärt eine Soldatin oder ein Soldat, dass sie oder er aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, hat der oder die nächste Disziplinarvorgesetzte sie bzw. ihn zu veranlassen, einen entsprechenden Antrag schriftlich oder zur Niederschrift beim zuständigen Kreiswehrersatzamt (KWEA) zu stellen.

Und weiter:

Zitat
Erscheint für eine Antragstellerin oder einen Antragsteller der Dienst an oder mit der Waffe als unzumutbar, kann sie oder er von solchen Diensten befreit werden. Der oder die nächste Disziplinarvorgesetzte hat die Soldatin bzw. den Soldaten aktenkundig darüber zu befragen, ob der Dienst an oder mit der Waffe als unzumutbar empfunden wird.

Zusammenfassend stellt die "Zentralstelle KDV" fest:

Zitat
Der KDV-Antrag ist beim Kreiswehrersatzamt und nicht in der Truppe zu stellen.
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stylez6788
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« Antworten #4 am: 20. Januar 2007, 18:10:09 »

ja, aber wenn ich mich bei diesem wehrbeauftragtem beschwere, das dauert doch dann auch noch mal seine zeit oder? und meinste net, das wenn der das spitz kriegt, das ich mich über ihn beschwert habe, das der mich dann besonders lange warten lässt?
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svennie
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« Antworten #5 am: 20. Januar 2007, 18:17:20 »

ja, aber wenn ich mich bei diesem wehrbeauftragtem beschwere, das dauert doch dann auch noch mal seine zeit oder?

Du sollst dich primär nicht beschweren, damit du als Kriegsdienstverweigerer anerkannt wirst, sondern damit der Kompaniechef derartige Spielereien künftig unterlässt.

und meinste net, das wenn der das spitz kriegt, das ich mich über ihn beschwert habe, das der mich dann besonders lange warten lässt?

Das würde seine Situation nicht gerade verbessern, eher im Gegenteil. Bei der Nummer kann er nämlich so schon sicher sein, zumindest in einem Nenebnsatz im Jahresbericht des Wehrbeauftragten erwähnt zu werden.
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« Antworten #6 am: 20. Januar 2007, 18:41:14 »

du hilfst mir echt weiter! Danke dafür!

bloß jetzt hätte ich noch eine Frage, also ich schicke den Antrag gleich am Montag weg. Zu wieviel Prozent hab ich denn eine Chance, das mein Antrag genehmigt wird?
und wenn der KDV antrag genehmigt wird, darf ich dann eigetnlich gleich raus aus der Kaserne oder wie läuft das ab?
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« Antworten #7 am: 20. Januar 2007, 18:42:53 »

du hilfst mir echt weiter! Danke dafür!

bloß jetzt hätte ich noch eine Frage, also ich schicke den Antrag gleich am Montag weg. Zu wieviel Prozent hab ich denn eine Chance, das mein Antrag genehmigt wird?

Wenn er vernünftig formuliert ist, dann du 100%.

und wenn der KDV antrag genehmigt wird, darf ich dann eigetnlich gleich raus aus der Kaserne oder wie läuft das ab?

Nein, du bist dann zu entlassen, das dauert auch wieder so 2-3 Tage.
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« Antworten #8 am: 20. Januar 2007, 18:53:10 »

also ich habe ihn wirklich selbst formuliert.. und habe wirklich die Wahrheit reingeschrieben.. Ich habe auch nichts aus dem Internet darüber raus gesucht oder sonstiges..

also müsste ich ja in höchstens 3 wochen da raus sein oder?




















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« Antworten #9 am: 20. Januar 2007, 19:54:53 »

also müsste ich ja in höchstens 3 wochen da raus sein oder?

ja, wenn die Personalakte (Grundakte) aftaucht, dann schon.
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« Antworten #10 am: 20. Januar 2007, 21:29:44 »

ach so, und da ist der kompanie chef dafür verantwortlich oder wie?
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« Antworten #11 am: 20. Januar 2007, 21:40:06 »

ach so, und da ist der kompanie chef dafür verantwortlich oder wie?

Na irgendwo (z.B. im GeZi) wird deine Personalakte ja sein, wenn sie nicht im KWEA ist.
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« Antworten #12 am: 20. Januar 2007, 22:45:07 »

Ergänzend solltest du dir noch diese Internetseite durchlesen:

http://www.zentralstelle-kdv.de/kdv-in-der-truppe.htm
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stylez6788
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« Antworten #13 am: 21. Januar 2007, 13:22:44 »

ok danke für die Antworten! Heute abend muss ich wieder in die Kaserne, naja.. wünscht mir glück, das das so schnell wie möglich über die Bühne geht!!
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« Antworten #14 am: 21. Januar 2007, 18:16:35 »

wünscht mir glück, das das so schnell wie möglich über die Bühne geht!!

Machen wir!  Lächelnd
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