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Autor Thema: Nachmusterung wegen fraglicher Laktoseintoleranz  (Gelesen 6184 mal)
combich
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« am: 7. Januar 2008, 00:20:09 »

Hallo!

Hatte im November Musterung und legte dem Bundeswehrarzt dort ein Attest eines Internisten vor bzgl. einer Milchunverträglichkeit wegen der ich bei im in Behandlung war. Da der Internist jedoch nie einen LI-Test durchführte sondern nur aus der Symptomatik heraus eine Diagnose stellte und mir diese für das Kreiswehrersatzamt bescheinigte, ordnete der Arzt meiner Musterung eine Nachuntersuchung mit LI-Test bei einem weiteren Internisten an. Der dort durchgeführte Test ergab jedoch kein eindeutiges Ergebnis woraufhin ich zu einem Gastroenterologen weiter geleitet wurde. Dort fand ebenfalls ein LI-Test mit H2-Atemtest statt der auch nicht eindeutig ausfiel. Die Ärzte äusserten hierbei nur einen Verdacht auf eine partielle Laktoseintoleranz. Selbstständig ging ich im weiteren noch zu einem Allergologen bei dem ich einen Test auf Milchallergie durchführen lies. Auch dieser Test brachte nur grenzwertige Ergebnisse. Es konnte mir also kein Arzt bescheinigen das eine Laktoseintoleranz vorliegt, jedoch konnten sie es auch nicht ausschließen.

Die für LI typischen Symptome liegen bei mir alle vor (Durchfall, Blähungen...)- auch wenn die Ärzte dies nicht zu 100 % bescheinigen können.


Wie würdet ihr mit diesen Ergebnissen meine Ausmusterungschancen einstufen?
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svennie
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« Antworten #1 am: 7. Januar 2008, 12:48:06 »

Wie würdet ihr mit diesen Ergebnissen meine Ausmusterungschancen einstufen?

Es kommt ja leider nicht darauf an, wie die Forenmitglieder entscheiden. Meiner Meinung nach kommt es überhaupt nicht au firgendwelche Diagnosen an sondern darauf, ob du voraussichtlich (in diesem Fall bei Nutzung der Truppenverpflegung) den Anforderungen des Grundwehrdienstes gewachsen sein wirst. Aber genau das dem KWEA klarzumachen, könnte zum Problem werden.
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combich
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« Antworten #2 am: 7. Januar 2008, 18:33:27 »

Da sehe ich auch das Problem! Die beim KWEA glauben halt leider rein gar nichts was sie nicht schwarz auf weiß haben! Klar sie werden täglich mit diesen Dingen "verarscht" nur sollten sie dabei auch nicht vergessen das es auch Menschen gibt die tatsächlich intolerant auf Laktose reagieren.

Welche Möglichkeiten hätte ich dem KWEA dies klar zu machen? Ist es nicht so dass die Beweislast beim KWEA liegt?? D.h. wenn ich sage ich habe eine LI dann müssen sie mir zuerst das Gegenteil nachweisen... das geht aus den durchgeführten Untersuchungen allerdings nicht eindeutig hervor...
« Letzte Änderung: 7. Januar 2008, 18:35:12 von combich » Gespeichert
svennie
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« Antworten #3 am: 7. Januar 2008, 19:58:51 »

Welche Möglichkeiten hätte ich dem KWEA dies klar zu machen? Ist es nicht so dass die Beweislast beim KWEA liegt??

So einfach ist das nicht, Tauglichkeitsbeurteilung ist nicht so exakt wie Mathematik.

D.h. wenn ich sage ich habe eine LI dann müssen sie mir zuerst das Gegenteil nachweisen...

Die werden einfach sagen, es ist egal ob du das hast oder nicht und liegen damit im Prinzip sogar richtig.

Es kommt darauf an, ob du voraussichtlich den Anforderungen des Grundwehrdienstes gewachsen sein wirst. Das bist du nicht, wenn du aller Voraussicht nach wahrscheinlich bei Nutzung der Truppenverpflegung den soezifizierten Anforderungen gewachsen bist, also hier konkret ob deine Verdauung voraussichtlich mitspielen würde. Und das KWEA sichert sich dann eben so ab, dass man dich im Zweifel zu einem entsprechenden Facharzt schickt und dich dort mit einer bestimmten Fragestellung begutachten lässt.

Natürlich kannst du dieses Gutachten dann widerlegen.

Wichtig ist, dass du nicht schon bei den elementarsten Fragen dazu ins Fettnäpfchen trittst. Wenn du also gefragt wirst, ob du oft Joghurt ist, dann sollte die Antwort nicht unbedingt "ja" lauten. Wenn du nämlich die entsprechenden Produkte nicht meidest, dann kann man davon ausgehen, dass "im normalen, zivilen Leben" keine Probleme mit Milchprodukten hast.

Wenn mit wissenschaftlichen Methoden nicht ausgeschlossen werden kann, dass du unter Laktoseintoleranz leidest, dann kann dies nicht zu deinem Nachteil sein.
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combich
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« Antworten #4 am: 7. Januar 2008, 20:19:11 »

Ich muss jetzt nun demnächst dem KWEA die Ergebnisse der Nachuntersuchung übersenden. Würde es Sinn machen in einem sachlichen Schreiben (in Verbindung mit den Untersuchungsergebnissen) meine Beschwerden nochmals ausführlich zu schildern und meine Bedenken in Verbindung mit der Truppenverpflegung dazulegen oder interessiert das den Ärztlichen Dienst beim KWEA sowieso nicht?
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svennie
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« Antworten #5 am: 7. Januar 2008, 20:24:22 »

Ich muss jetzt nun demnächst dem KWEA die Ergebnisse der Nachuntersuchung übersenden.

Ähm, wieso das!?

Wer wollte denn die Untersuchung und wer hat sie bezahlt?
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combich
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« Antworten #6 am: 7. Januar 2008, 20:43:59 »

Zu meiner Musterung brachte ich ein Attest meines Hausarztes (der auch Facharzt für innere Medizin ist) mit, das dem Arzt beim KWEA allerdings nicht genügte. Er ordnete deshalb eine Nachuntersuchung bei einem weiteren Internisten an (Laktoseintoleranztest). Da dort kein eindeutiges Ergebnis herauskam wurde ich zur Gastroenkologie überwiesen, wo jedoch auch kein eindeutiges Ergebnis herauskam. Die LI kann also weder bescheinigt noch ausgeschlossen werden. Zusätzlich lies ich auf eigene Faust noch einen Test auf Milchallergie durchführen. Mittlerweile habe ich nun die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen und muss sie nun noch dem KWEA übersenden. Bezahlen muss den Test wohl meine Krankenversicherung.


Ich stelle mir nun eben die Frage wie das KWEA nun reagieren wird und ob es evtl. Sinn macht nochmals meine Beschwerden und Bedenken bzgl. der Truppenverpflegung darzulegen.
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svennie
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« Antworten #7 am: 7. Januar 2008, 20:59:48 »

...Zusätzlich lies ich auf eigene Faust noch einen Test auf Milchallergie durchführen. Mittlerweile habe ich nun die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen und muss sie nun noch dem KWEA übersenden. Bezahlen muss den Test wohl meine Krankenversicherung.

Also zusammengefasst: Du musst nichts ans KWEA senden sondern du möchtest es tun.

Ich stelle mir nun eben die Frage wie das KWEA nun reagieren wird und ob es evtl. Sinn macht nochmals meine Beschwerden und Bedenken bzgl. der Truppenverpflegung darzulegen.

Ja ich würde es tun. Besser wäre es gewesen, wenn der Arzt von selbst auf diese Idee gekommen wäre.
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« Antworten #8 am: 7. Januar 2008, 21:06:16 »

Zitat
Also zusammengefasst: Du musst nichts ans KWEA senden sondern du möchtest es tun.

Jain. Bei meiner Musterung wurde eine Nachuntersuchung angeordnet zur Klärung der Umstände wegen der LI.  Das KWEA erwartet da jetzt natürlich auch die Ergebnisse (Internist + Gastroenterologen). Die Untersuchung die ich selbstständig durchführen lies wäre dann eher die "Kür".

Wie würdest du denn hier die Chance auf eine Ausmusterung einstufen? Ein unklares Ergebnis kann ja nun schlecht gegen mich gewertet werden. Muss ich damit rechnen das mich der Bundeswehrdoc noch zu weiteren Nachuntersuchungen schickt oder reichen hier zwei?
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« Antworten #9 am: 7. Januar 2008, 21:17:30 »

Zitat
Also zusammengefasst: Du musst nichts ans KWEA senden sondern du möchtest es tun.

Jain. Bei meiner Musterung wurde eine Nachuntersuchung angeordnet zur Klärung der Umstände wegen der LI.  Das KWEA erwartet da jetzt natürlich auch die Ergebnisse (Internist + Gastroenterologen).

na die sollte das KWEA als Auftraggeber aber bereits direkt vom Arzt erhalten haben - und zwar mit der Rechnung für die Begutachtung. Es ist eher ungewöhnlich, dass du da überhaupt etwas in den Händen hast.

Wie würdest du denn hier die Chance auf eine Ausmusterung einstufen? Ein unklares Ergebnis kann ja nun schlecht gegen mich gewertet werden. Muss ich damit rechnen das mich der Bundeswehrdoc noch zu weiteren Nachuntersuchungen schickt oder reichen hier zwei?

Es ist ja nicht klar, welche Aufschlüsse sich der Musterungsarzt da erhofft hat und ob er jetzt noch weitere Fragen hat. Zu welchem Ergebnis er kommt dürfte derzeit noch einigermaßen offen sein.
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« Antworten #10 am: 7. Januar 2008, 21:26:35 »

Der Gastroenterologe teilte mir mit, dass ich das Ergebnis des Tests bei ihm über meinen Hausarzt zur Weiterleitung an das KWEA erhalten würde. Dort hab ich es mir nun auch abgeholt.

Würde man mit einer erneuten Darlegung der Symptomatik auf Grund der Milchunverträglichkeit noch etwas in Richtung Ausmusterung bewerkstelligen können?
Wie lange wird es ca. dauern bis sich das KWEA mit dem Musterungsergebnis wieder bei mir meldet?
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« Antworten #11 am: 7. Januar 2008, 23:35:35 »

Der Gastroenterologe teilte mir mit, dass ich das Ergebnis des Tests bei ihm über meinen Hausarzt zur Weiterleitung an das KWEA erhalten würde. Dort hab ich es mir nun auch abgeholt.

Das ist alles andere als normal und so sicherlich auch nicht vorgesehen. Aber was solls...

Würde man mit einer erneuten Darlegung der Symptomatik auf Grund der Milchunverträglichkeit noch etwas in Richtung Ausmusterung bewerkstelligen können?

Schaden kann es auf jeden Fall nicht, es ist ja bislang nicht klar, wie der Musterungsarzt die ganze Sache sieht.

Wie lange wird es ca. dauern bis sich das KWEA mit dem Musterungsergebnis wieder bei mir meldet?

Da muss man durchaus mit mehreren Wochen rechnen.
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« Antworten #12 am: 8. Januar 2008, 19:34:03 »

Zitat
Würde man mit einer erneuten Darlegung der Symptomatik auf Grund der Milchunverträglichkeit noch etwas in Richtung Ausmusterung bewerkstelligen können?

Schaden kann es auf jeden Fall nicht, es ist ja bislang nicht klar, wie der Musterungsarzt die ganze Sache sieht.

Könnte man die Tatsache das mit wissenschaftlichen Mitteln meine LI nicht eindeutig bestätigt werden kann und dieser Sachverhalt nun nicht zu meinem Nachteil gewertet werden kann in den Brief an das KWEA schreiben oder wirkt dies für den Ärztlichen Dienst dann schon zu provokant?


Muss ich damit rechnen das mich der Herr Bundeswehrarzt noch zu weiteren Untersuchungen schickt? Ich stecke nämlich derzeit bereits im Abistress und hab daher andere Sorgen als den angeordneten Arztbesuchen des KWEA nachzukommen... Das mein Schulabschluss dem KWEA egal ist denke ich mir....
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« Antworten #13 am: 8. Januar 2008, 19:51:59 »

Könnte man die Tatsache das mit wissenschaftlichen Mitteln meine LI nicht eindeutig bestätigt werden kann und dieser Sachverhalt nun nicht zu meinem Nachteil gewertet werden kann in den Brief an das KWEA schreiben oder wirkt dies für den Ärztlichen Dienst dann schon zu provokant?

Was heißt provokant, aber ich würde es nicht unbedingt so machen. Man muss ihm ja nicht unbedingt erklären, wie er seinen Job zu machen hat.

Ich würde allenfalls darum bitten einen entsprechenden Hinweis zu geben, wenn er bei seinem Vorschlag zur Tauglichkeitsbeurteilung davon ausgeht, dass du nicht unter LI leidest.

Muss ich damit rechnen das mich der Herr Bundeswehrarzt noch zu weiteren Untersuchungen schickt? Ich stecke nämlich derzeit bereits im Abistress und hab daher andere Sorgen als den angeordneten Arztbesuchen des KWEA nachzukommen... Das mein Schulabschluss dem KWEA egal ist denke ich mir....

Ob es da noch weitere Termine gibt kann man ohne genaue Kenntnis des Einzelfalls nicht sagen. Wenn dir ein Termin nicht passt, dann teilst du das dem KWEA mit. Außerdem solltest du daran denken, dir die Fahrtkosten für die vom KWEA angeordnete Untersuchung erstatten zu lassen.
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« Antworten #14 am: 9. Januar 2008, 21:00:46 »

Ich habe das Schreiben an das KWEA nun so formuliert, dass ich die bei mir auftretende Symptomatik beim Konsum von Milchprodukten nochmals erläutere und mein Problem darlege bzgl. der Teilnahme an der Gruppenverpflegung der Bundeswehr. Auch spreche ich dabei an das es mir auf Grund dieser dann auftretenden Symptome wohl nicht möglich sein wird regelmäßig an den Gruppenübungen der Bundeswehr teilzunehmen.


Wäre das soweit in Ordnung?
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