Kann man damit trotzdem auf eine Ausmusterung spekulieren?
Spekulieren kann man immer, die Angaben sind aber leider wenig konkret. Bei richiger Vorbereitung ist eine Musterung als "nicht wehrdienstfähig" fast immer möglich.
Wie kann ich mich ins 3. Semester retten? (Mir ist sowieso unklar, wie sie mich daran hindern wollen, ins 3. Semester zu kommen, wo es doch einen Tag nach dem 2. beginnt.)
Durch
Unterbrechung des Studiums im 2. Semester.
Das ganze bis zum 1. April aufschieben ist doch bestimmt kaum machbar oder?
muss ja auch nicht sein. Du musst ja nicht die Musterung solange aufschieben sondern nur das Vollziehbar werden des Musterungsergebnisses hinauszögern, sprich Widerspruch gegen den Musterungsbescheid einlegen. Eine Einberufung muss 4 Wochen vor dem vorgesehenen Dienstantritt erfolgen und ein laufendes Widerspruchsverfahren (und auch die Widerspruchsfrist allein) gegen den Musterungsbescheid hindert die Einberufung.
Dann habe ich schon überlegt zum Termin am 1X. November nicht hinzugehen, weil niemand beweisen kann, dass der Brief hier überhaupt angekommen ist. Ist das sinnvoll? Oder macht es mehr Sinn einsichtig zum 1. Termin zu gehen und denen was vorzuheulen?
Warum sollte der Arzt im November zu einem naderen Ergebnis kommen als im Januar oder Februar?
Haben die überhaupt Verständnis für Studenten?
Deine Zukunftsplanung interessiert dort niemanden.
Weiß denn der Arzt beim 2. Termin, dass ich zum ersten unentschuldigt gefehlt habe und erklärt mich dann als Drückeberger erst recht für tauglich?
Spätestens im Widerspruchsverfahren wird er seinen Vorschlag (mehr macht der Arzt nicht) auch irgendwie begründen müssen.
Ich wäre dann 5 Monate vor meinem 23ten Geburtstag mit dem Studium fertig. Eine Ausmusterung wäre also nett, aber ich würde auch jede Möglichkeit nehmen, den Zivildienst nach dem Studium zu leisten.
Zunächst solltest du
auf keinen Fall einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer stellen, das ist nämlich taktisch vollkommen unklug. Wenn du keine "Ausmusterung" erreichen solltest, so bleibt in jedem Fall noch die Chance mangels Bedarfs in der Truppe trotzdem nicht zum Grundwehrdienst einberufen zu werden.