User

Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Suche

Werbung



Forum aktuell



Statistik

16.578 Beiträge in 3.294 Themen
von 8.959 Mitglieder
Neuestes Mitglied: bhrf41112

Werbung



Seiten: [1]
Drucken
Autor Thema: KDV zurückziehen ? Weg vom Zivildienst  (Gelesen 9316 mal)
enriqo-martinez
Newbie
*
Beiträge: 4


Profil anzeigen
« am: 21. August 2007, 11:10:54 »

Hallo Leute...!

Ich hoffe ihr könnt mir n guten Rat geben.

Zur meiner Situation:

Wurde November letzten Jahres t2 gemustert.
Habe daraufhin verweigert, da mir n Kollege ne "Laue" Zivistelle besorgt hat.

Mittlerweile bin ich seit ca.2 Monaten im Zivildienst und habe bereits seit dem 1sten Tag keine Lust mehr   Traurig

Ich hätte nie gedacht, dass ich weder mit alten noch Kranken Menschen arbeiten kann. Dies belastet mich sehr.

Ich muss zugeben, dass ich mich für den Zivi aus bequemlichkeit entschieden habe, was ich allerdings jetzt bereue.

Beim KWEA meinte die Dame, dass wenn ich nun  meinen KDV-Antrag zurückziehen würde, könnte ich wenn dann erst zum 01.01.08 gezogen werden, also für die letzten drei Monate.  Huch

Meine Frage wäre, was ich machen kann ?ßß
da ich absolut keine Lust mehr auf Zivi hab.

Nehmen wir an, ich würde nun meinen KDV zurückziehen, wäre ich dann in der Zwischenzeit bis zu Einberufung zur Bundeswehr arbeitslos Huch?

Vielen Dank für eure Tips, euren Rat .... Smiley
Gespeichert
svennie
Hero Member
*****
Beiträge: 6.272


Profil anzeigen
« Antworten #1 am: 21. August 2007, 12:11:24 »

Beim KWEA meinte die Dame, dass wenn ich nun  meinen KDV-Antrag zurückziehen würde, könnte ich wenn dann erst zum 01.01.08 gezogen werden, also für die letzten drei Monate.  Huch

Wenn du jetzt deinen Verzicht auf die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer erklärst, dann wirst du nach wenigen Tagen aus dem Zivildienst entlassen. Du kannst - aus ganz anderen Gründen - erst frühestens zum Januar 2008 einberufen werden um dann dort (taggenau) die Restzeit abzuleisten, nicht nur drei Monate. Ob es überhaupt zu einer Einberufung kommt ist nicht vorhersehbar.

Nehmen wir an, ich würde nun meinen KDV zurückziehen, wäre ich dann in der Zwischenzeit bis zu Einberufung zur Bundeswehr arbeitslos Huch?

ja, und zwar vermutlich ohne Anspruch auf Leistungen auf Arbeitslosengeld, es sei denn du hast vor dem Zivildienst die Anwartschaftszeit für das Arbeitslosengeld erfüllt.

Als Idee: Halt noch nen bißchen durch, noch gut 4 Monate und nimm zum $Ende dieser Zeit deinen Urlaub. Wenn du dann auf deine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer verzichtest, dann ist eine Einberufung zum "Rest-Grundwehrdienst" sehr unwahrscheinlich, weil du in den verbleibenden - noch abzudienenden - Tagen die Grundausbildung nicht vollenden kannst, die dauert nämlich 3 Monate.

Wenn dich der Dienst sehr belastet, geh zum Arzt und lass dich krankscchreiben.
Gespeichert
enriqo-martinez
Newbie
*
Beiträge: 4


Profil anzeigen
« Antworten #2 am: 21. August 2007, 16:02:55 »

@svennie

danke für deinen Rat. Werde dies wohl so machen.
Bleibt mir ja nichts anderes übrig.   Traurig

aber....können die nicht meine Rückziehung meines KDV Antrages ablehnen ??
Sonst könnte dies ja so gut wie jeder machen...


Gespeichert
svennie
Hero Member
*****
Beiträge: 6.272


Profil anzeigen
« Antworten #3 am: 21. August 2007, 16:53:52 »

aber....können die nicht meine Rückziehung meines KDV Antrages ablehnen ??

Es geht nicht um die Rücknahme deines KDV-Antrages (was bis zur Entscheidung über den Antrag problemlos möglich wäre) sondern um den Verzicht auf die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer. Der kann jederzeit erklärt werden, obwohl er gesetzlich nicht geregelt ist. Das ergibt sich daraus, dass nur derjenige Zivildienst leisten muss, der wegen Gewissensgründen als Kriegsdienstverweigerer anerkannt wurde. Wenn man jetzt erklärt, dass diese Gewissensgründe nicht mehr bestehen kann folglich nicht mehr zum Zivildienst verpflichtet werden.

Sonst könnte dies ja so gut wie jeder machen...

Ja, könnte, das weiß aber nicht jeder...
Gespeichert
enriqo-martinez
Newbie
*
Beiträge: 4


Profil anzeigen
« Antworten #4 am: 23. August 2007, 00:36:23 »

@svennie

hab mich ebenfalls heut mit nem Kollgen unterhalten.

Der meinte ich könnte mich als Zeitsoldat (1Jahr oder so..) bewerben. In dieser Zeit würde ich meinen restlichen Dienst ableisten und könnte bereits auch mehr verdienen.

Ich meine die Beruflichen Perspektiven beim Bund sehen echt net schlecht aus, aber wenn ich wie gesagt jetzt den Antrag zurückziehe wäre ich bestimmt bis zum 01.01.08 arbeitslos-.....

muss auch gestehen, dass ich es schon seit meinem ersten Tag beim Zivi bereue nicht zum Bund gegangen zu sein  Verlegen
Deswegen belastet mich dies zusätzlich.

It`s all so complicated !
THX for your answer/Tipp..  Smiley

Gespeichert
svennie
Hero Member
*****
Beiträge: 6.272


Profil anzeigen
« Antworten #5 am: 23. August 2007, 01:04:13 »

Der meinte ich könnte mich als Zeitsoldat (1Jahr oder so..) bewerben.

Nö, 2-12 Jahre.

In dieser Zeit würde ich meinen restlichen Dienst ableisten und könnte bereits auch mehr verdienen.

Mit der Vorgeschichte? Als Kriegsdienstverweigerer?

Und allein das Auswahlverfahren dürfte Ewigkeiten dauern.

Ich meine die Beruflichen Perspektiven beim Bund sehen echt net schlecht aus, aber wenn ich wie gesagt jetzt den Antrag zurückziehe wäre ich bestimmt bis zum 01.01.08 arbeitslos-.....

Ja, wenn du dich als Zeitssoldat bewirbst, dann ziemlich sicher noch länger. Und die Perspektiven dort, die mögen in den Hochglanzbroschüren toll aussehen. Die Wahrheit ist aber (und das ist eine Feststellung einer Soldatenvereinigung) ist, dass 73,7 % der Berufssoldaten ihnen nahestehenden Personen den Dienst in den Streitkräften nicht empfehlen würden. Nachzulesen ist das auf den Seiten des dt. Bundeswehrverbandes.

Ich hab auch mal in einer Behörde gearbeitet. Karrieremöglichkeiten. Die Karrieremöglichkeit sah dann so aus, dass ich - nach meiner Berufsausbildung dort - weitere 5 Jahre Schulen und Lehrgänge hätte besuchen müssen um mich dann Sachbearbeiter nennen zu dürfen.

Und beim Bund sieht es quasi genauso aus. Zeitsoldat solltest du (wegen der Vorgeschichte) besser gleich vergessen. "FWDL", also freiwillig Wehrdienstleistender währe theoretisch möglich. Aber da ist nix mit "gleich mehr Geld verdienen". Du fängst an als Schütze Arsch ohne Heimschlaferlaubnis und darfst da nur unter der Bedingung mitspielen (ein richtiger Freiwilliger werden) wenn du dich zu Auslandseinsätzen bereit erklärst. Und wenn dann die Möglichkeit besteht, dass man dir im Kosovo oder am Hindukusch den Arsch wegschießen kann, dann gibts zwar richtig Kohle. Nen vernünftigen Dienstgrad bekommst du aber trotzdem nicht und musst vor jedem Hampelmann strammstehen.

muss auch gestehen, dass ich es schon seit meinem ersten Tag beim Zivi bereue nicht zum Bund gegangen zu sein  Verlegen

Was hat dich dann geritten, einen solchen Antrag zu stellen!?
Gespeichert
enriqo-martinez
Newbie
*
Beiträge: 4


Profil anzeigen
« Antworten #6 am: 23. August 2007, 09:33:58 »

habe damals verweigert, weil ich durch nen kollegen ne "laue" Zivistelle bekommen hab. Habe mir erst gedacht, dass es toll und "chillig" wäre.

Wie gesagt, habe bereits in den ersten Tagen gemerkt, dass es manchmal zu langweilig und auf der anderen Seite auch (psychisch) anstregend für mich ist mit alten und kranken Menschen zu arbeiten.

Es hat sich alles vorher so schön angehört. Und jetzt? Jetzt weiß ich ganz genau, dass ich bei so ner Arbeit kaputt gehe und langsam zum Gammler mutiere  Lächelnd

Mein Zivi wäre am 31.03.08 regulär zu Ende. Müsste dann noch paar Monate überbrücken bis ich an einer FH (September oder so) anfangen könnte zu studieren.

Gespeichert
Seiten: [1]
Drucken

Gehe zu:  




Welt der Links - Ranking freizeit
Ranking-Hits