Atteste bringen also immer nur dann etwas, wenn der Arzt nicht lediglich die Krankheit bescheinigt, sondern auch eine Gesundheitsgefährdung bei Nichtbeachtung prognostiziert, sehe ich das richtig?
Nein.
Ein Attest in dem ein Arzt eine (offensichtliche) Diagnose kundtut ist für die Tonne, soweit dürfte das klar sein.
Irgendeine Gesundheitsgefährdung zu behaupten ist auch leicht, darauf kommt es also nicht an. Der Arzt muss dies auch begründen. Erst dann wird es interessant.
Und Facharztatteste sind vermutlich die glaubwürdigeren, oder?
Das hat nichts mit Glaubwürdigkeit zu tun sondern damit, dass für das Erkennen genauer Zusammenhänge zumeist eine Facharztausbildung notwendig ist. Sonst würde das KWEA ja nie durch (teilweise externe) Fachärzte begutachten lassen sondern nur durch ihre eigenen Musterungsärzte. Und die sind zumeist Allgemeinmediziner.
Um es noch einmal etwas zu veranschaulichen:
Ein Attest mit dem Inhalt
Der Patient klagt über Rückenschmerzen
ist rausgeschmissenes Geld und nicht mehr (aber auch nicht weniger) Wert als selbst den Mund aufzumachen und zu sagen "ich habe Rückenschmerzen".