Ob Robbe nun ein Feminist ist, möchte ich nicht beurteilen.
Lustig wird es aber, wenn Parlamentarier mal genauer nachfragen, warum das alles so ist, wie es ist und dann eine Antwort bekommen, die im Grunde genmmen vor Blödheit für sich spricht.
Es gibt nämlich einen Grund dafür, warum auch Frauen männliche Wehrpflichtige im Intimbereich untersuchen dürfen.
Erst mal die "Blabla"-Begründung:
"Die ärztliche Qualifikation vermittelt eine geschlechtliche Neutralität, d. h. der Blickwinkel des begutachtenden Arztes oder der begutachtenden Ärztin ist auf den Menschen und dessen medizinische Eignung bzw. Nichteignung für bestimmte Aufgaben oder Verwendungen gerichtet und zwar unabhängig von dessen Geschlecht."
So und dann wird es knallhart juristisch:
Es geht um die Gleichberechtigung von Mann und Frau, genauer um die Gleichberechtigung von Arzt und Ärztin.
Von 1957 bis Ende der 60er Jahre war Frauen die Teilnahme an Untersuchungen von Wehrpflichtigen untersagt. Seit der sexuellen Revolution sind sie gleichberechtigt, sie dürfen also an Untersuchungen von jungen Männern teilnehmen.
Und die Frage, warum dies für Bewerberinnen als Zeitsoldatinnen nicht analog gilt, gibt es eine ganz besonders stichhaltige Begründung:
Das kann man nicht vergleichen. Frauen gehen halt eh öfter zum Frauenarzt und sind dazu auch noch anders gebaut
Und dann noch mal richtig medizinisch:
Aufgrund der anatomischen und biologischen Gegebenheiten ist bei Männern der Großteil der Geschlechtsteile der Inspektion und Palpation zugänglich und damit in der Altersstruktur hinreichend und unkompliziert zu untersuchen.
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http://www.bundeswehr-monitoring.de/fileadmin/user_upload/media/BT1611134.pdf (etwa ab Seite 6)
Erklärt mir jetzt mal jemand, wie das mit der Altersstruktur zu verstehen ist?
Palpation kommt aus dem Lateinischen (palpare) und heißt so viel wie streicheln. Da hat mich mein Musterungsarzt wohl damals gestreichelt.
