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Neuestes Mitglied: inteftfoulley

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Autor Thema: Lustiges Foto von einer Einberufungs-Hauptuntersuchung  (Gelesen 11122 mal)
MatzeJ
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« am: 17. November 2009, 19:59:12 »

Anbei mal der Link zu einem lustigen Foto. Ist nicht aus Deutschland, jedoch zumindest in der Gegend um unsere schöne Hauptstadt auch 2009 bei der Hauptuntersuchung nach der Einberufung genau so real. Allerdings lässt die Militärärztin die vollständig nackten Jungs hier vor einer oder zwei sitzenden Sanitäterinnen in Uniform stramm stehen. Es soll ja Männer geben, die auf so etwas stehen. Manche werden auch sagen, das ist eben Gleichstellung. Weit gefehlt, die Damen brauchen so etwas selbstverständlich nicht über sich ergehen lassen. Gemäß ZDv 46/ 1 Satz 235 wird bei Frauen keine Genitaluntersuchung vorgenommen, die gehen dafür zur Frauenärztin ihres Vertrauens. Für die restliche Grunduntersuchung, also auch mal Leiste oder Analbereich, brauchen sie sich zu keinem Zeitpunkt vollständig entkleiden. Auch untersuchen hier fast immer Ärztinnen, nur in Ausnahmefällen auch mal eine Arzt, männliche Assistenz ist nicht zugelassen. Also, Frauen müssen dürfen, Männer müssen und werden noch zusätzlich nackt vor Frauen vorgeführt. Ein Schelm, wer hier Diskriminierung wittert, diese gibt es in Deutschland bekanntlich nur bei Frauen!

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,658394,00.html

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alexis
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« Antworten #1 am: 18. Dezember 2009, 22:59:43 »

Anbei mal der Link zu einem lustigen Foto. Ist nicht aus Deutschland, jedoch zumindest in der Gegend um unsere schöne Hauptstadt auch 2009 bei der Hauptuntersuchung nach der Einberufung genau so real. Allerdings lässt die Militärärztin die vollständig nackten Jungs hier vor einer oder zwei sitzenden Sanitäterinnen in Uniform stramm stehen. Es soll ja Männer geben, die auf so etwas stehen. Manche werden auch sagen, das ist eben Gleichstellung. Weit gefehlt, die Damen brauchen so etwas selbstverständlich nicht über sich ergehen lassen. Gemäß ZDv 46/ 1 Satz 235 wird bei Frauen keine Genitaluntersuchung vorgenommen, die gehen dafür zur Frauenärztin ihres Vertrauens. Für die restliche Grunduntersuchung, also auch mal Leiste oder Analbereich, brauchen sie sich zu keinem Zeitpunkt vollständig entkleiden. Auch untersuchen hier fast immer Ärztinnen, nur in Ausnahmefällen auch mal eine Arzt, männliche Assistenz ist nicht zugelassen. Also, Frauen müssen dürfen, Männer müssen und werden noch zusätzlich nackt vor Frauen vorgeführt. Ein Schelm, wer hier Diskriminierung wittert, diese gibt es in Deutschland bekanntlich nur bei Frauen!

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,658394,00.html



Ja Du schilderst das genau richtig ... aber wer weiss vielleicht sind diese Spielchen bald vorbei, es spricht einiges dafür  ... selbst viele Blinde haben mittlerweile erkannt, zu was solche Inszenierungen eigentlich dienen. Manchen musste man Sehhilfen richtig aufzwingen, aber sie haben es jetzt begriffen ...

Das könnte noch mehr als peinlich für die "Damen" und "Herren" im Bundesministerium für Verteidigung werden.



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MatzeJ
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« Antworten #2 am: 9. Januar 2010, 10:54:21 »

Also bis Ende 2009 lief es noch so. Für alle Jungs, die das ebenfalls diskriminierend finden, es gibt auf abgeordnetenwatch.de zwei Fragen zum Thema, wo man sich als Interessent für die Antwort anmelden darf! Verteidigungssausschuss Frau Kastner an 1 und Herr Grübel an 3!
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MatzeJ
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« Antworten #3 am: 28. Juni 2010, 21:53:07 »

Im letzten Bericht des Wehrbeauftragten werden erstmals Beschwerden wegen der Nacktvorführungen erwähnt. Feminist Robbe (ausgeschiedener Wehrbeauftragter, SPD, anerkannter Kriegsdienstverweigerer und vehementer Wehrpflichtbefürworter!!!) ist allerdings der Meinung, dass die jungen Männer sich nicht so anstellen sollen. Obwohl auch er natürlich ganz genau weiß, dass bei den jungen Damen kein männliches Wesen anwesend sein darf, wenn die auch nur die Oberbekleidung ablegen. Halb- bzw. ganz Nacktvorführungen vor Sanitätssoldatinnen gehören dagegen in einigen Kasernen immer noch zum Alltag. Im Übrigen von den Verantwortlichen genauso gewollt, dient eben zum Einschüchtern des Zwangsdienstviehs. Also Jungs, die können euch zwar viele Rechte nehmen, jedoch NICHT das Persönlichkeitsrecht gemäß Artikel 1 des GG. Daher in Anwesenheit von Sanitätssoldatinnen weder das T-Shirt und schon gar nicht die Hosen ablegen!!! Eine Ärztin hat vor dem Hosen herunterziehen gefälligst ZU FRAGEN! So wie es überall bei staatlichen Zwangsuntersuchungen (§ 81d, Strafprozessordnung, Psychiatrie und und und) auch ist!!!
« Letzte Änderung: 28. Juni 2010, 21:55:16 von MatzeJ » Gespeichert
svennie
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« Antworten #4 am: 30. Juni 2010, 00:10:08 »

Ob Robbe nun ein Feminist ist, möchte ich nicht beurteilen.

Lustig wird es aber, wenn Parlamentarier mal genauer nachfragen, warum das alles so ist, wie es ist und dann eine Antwort bekommen, die im Grunde genmmen vor Blödheit für sich spricht.

Es gibt nämlich einen Grund dafür, warum auch Frauen männliche Wehrpflichtige im Intimbereich untersuchen dürfen.

Erst mal die "Blabla"-Begründung:

"Die ärztliche Qualifikation vermittelt eine geschlechtliche Neutralität, d. h. der Blickwinkel des begutachtenden Arztes oder der begutachtenden Ärztin ist auf den Menschen und dessen medizinische Eignung bzw. Nichteignung für bestimmte Aufgaben oder Verwendungen gerichtet und zwar unabhängig von dessen Geschlecht."

So und dann wird es knallhart juristisch:

Es geht um die Gleichberechtigung von Mann und Frau, genauer um die Gleichberechtigung von Arzt und Ärztin.

Von 1957 bis Ende der 60er Jahre war Frauen die Teilnahme an Untersuchungen von Wehrpflichtigen untersagt. Seit der sexuellen Revolution sind sie gleichberechtigt, sie dürfen also an Untersuchungen von jungen Männern teilnehmen.

Und die Frage, warum dies für Bewerberinnen als Zeitsoldatinnen nicht analog gilt, gibt es eine ganz besonders stichhaltige Begründung:

Das kann man nicht vergleichen. Frauen gehen halt eh öfter zum Frauenarzt und sind dazu auch noch anders gebaut

Und dann noch mal richtig medizinisch:

Aufgrund der anatomischen und biologischen Gegebenheiten ist bei Männern der Großteil der Geschlechtsteile der Inspektion und Palpation zugänglich und damit in der Altersstruktur hinreichend und unkompliziert zu untersuchen.

-> http://www.bundeswehr-monitoring.de/fileadmin/user_upload/media/BT1611134.pdf (etwa ab Seite 6)

Erklärt mir jetzt mal jemand, wie das mit der Altersstruktur zu verstehen ist?

Palpation kommt aus dem Lateinischen (palpare) und heißt so viel wie streicheln. Da hat mich mein Musterungsarzt wohl damals gestreichelt.  Schockiert
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MatzeJ
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« Antworten #5 am: 21. Oktober 2010, 17:31:01 »

So langsam wird man auf das Thema etwas aufmerksam. Neben der BASTA-Initiative interessieren sich jetzt auch MANNdat und die Interessengemeinschaft Antifeminismus dafür. Dazu gibt es auch wieder eine Frage an eine EU-Abgeordnete, wo man sich ruhig eintragen darf, keiner verfolgt die Emailadressen zurück! Im KWEA Berlin, von einer Regierungsdirektorin Marion Krauskopf geleitet, eine leitende Musterungsärztin und 2/3 Frauen, wird im Übrigen nur noch ohne Sichtschutz untersucht. Allerdings haben einige der männlichen Ärzte wohl auch männliche Assistenten.

http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_angelika_niebler-901-22756.html
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MatzeJ
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« Antworten #6 am: 31. Januar 2011, 14:27:02 »

Anscheinend tut sich Frau Dr. Niebler sehr schwer mit einer Antwort. Die Durchsetzung von Frauenquoten in Vorständen oder angebliche Schikanen gegen Soldatinnen auf der Gorch Fock sind wichtiger als diese absurden Männerdiskriminierungen. Für die Leute, die solche Vorführungen erlebt haben, unter www.musterung.us darf man seine Erfahrungen mitteilen, am Besten per Email an Lars G. Petersson.
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