Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor.
Machen wir

... und sie gehe davon aus das die Dienstaufsichtsbeschwerde hiermit erledigt wäre.
Dienstaufsichtsbeschwerden sind formlos, fristlos aber auch fruchtlos, man nutzt sie nicht für ihren eigentlichen Zweck (z. B., dass ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird) sondern als Möglichkeit etwas ganz anderes durchzusetzen, zum Beispiel endlich die Unterlagen kopiert zu bekommen. Das hat ja offensichtlich auch gut geklappt, trotzdem wird Frau Doktor sich beim nächsten "Patienten" wieder genauso dumm anstellen.
Nun zur Bergründung des Widerspruchs. Wehrpflichtiger A hat wie bereits oben genannt die kompletten Gesundheitsunterlagen erhalten.
Aber wie geht Wehrpflichtiger A jetzt am besten vor um einen Widerspruch hinzubekommen der nicht abgelehnt wird? Was sollte da alles an Formulierungen, Argumenten etc rein? Auf was muss Wehrpflichtiger A achten?
Das kommt zunächst darauf an, was die Unterlagen so hergeben bzw. was sie eben nicht hergeben.
Sind alle deine gesundheitlichen Probleme erwähnt, sind diese auch richtig gewürdigt worden?
Was könnte Wehrpflichtiger A sonst noch in erwägung ziehen?
Ich kenne den Gesundheitszustand von 'A' nicht. Irgendwelche Allergien? Schon mal testen lassen, ob du Kuhmilch wirklich verträgst?
Wie lange dauert es circa bis Wehrpflichtiger A weiß ob der Widerspruch genehmigt wurde bzw. abgelehnt wurde?
Ein Widerspruch wird auch nicht genehmigt oder abgelehnt, ihm wird entweder stattgegeben oder nicht.
Zunächst findet eine sog. Abhilfeprüfung durch das KWEA statt. In der Praxis sieht dies so aus, dass die Musterungsärztin anhand des Akteninhalts und deiner Argumente prüft, ob sie bei ihrem Vorschlag zum Tauglichkeits- und Verwendungsgrad bleibt oder nicht. Falls sie dabei bleibt, dann wid die Sache zur Entscheidung an die Wehrbereichsverwaltung weitergeleitet. Dort duckt sich wieder der ärztliche Dienst (diesmal der ÄD der WBV) die Unterlagen an und macht wieder einen Vorschlag an den sich mit großer Wahrscheinlichkeit derjednige hält, der den Widerspruch dort bearbeitet, zuvor muss dir Aber noch "rechtliches Gehör" gewährt werden, sprich die "Ablehnung" müsste vorher angekündigt werden, damit du nochmals mit Argumenten nachlegen kannst.
Und was kann Wehrpflichtiger A dann eigentlich tun falls er abgelehnt wurde
Dann könnte er gegen die Entscheidung beim Verwaltungsgericht klagen.
bzw. was passiert wenn er genehmigt wird?
Wie gesagt, da wird nichts "genehmigt" sondern der Musterungsbescheid wird dann geändert.