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Autor Thema: Zivildienst/FSJ - Ich halte das nicht durch und will abbrechen  (Gelesen 8309 mal)
svennie
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Beiträge: 6.272


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« Antworten #30 am: 30. August 2009, 13:25:10 »

...Sprich wenn ich dort aufkreuze ohne vorher etwas geschrieben zu haben wegen meines Gesundtheitszustandes gibt es auch nichts was man ablehnen könnte und ergo auch nichts was das KWEA im Nachhinein sehen könnte.

Das ist aber ein bißchen sehr einfach gedacht, dem KWEA kann es im Zweifel herzlich egal sein, ob du nach § 39 (1) Nr. 1 Zivildienstgesetz auf deinen Antrag hin oder nach § 39 (1) Nr. 2 Zivildienstgesetz bei Dienstantritt untersucht wurdest. Diese Untersuchungen dienen eigentlich nicht einem Selbstzweck sondern der Tauglichkeitsbeurteilung und der Gesetzgeber ist eben der Meinung, dass auf Antrag eben nur dann ein Anspruch auf eine Untersuchung besteht, wenn sich der Gesundheitszustand geändert hat oder (als Verfahrenserleichterung) seit der letzten Untersuchung 2 Jahre vergangen sind. Ob dies vorhergehende Untersuchung beantragt wurde oder nicht, ist dabei nicht relevant, es kommt darauf an, ob sie durchgeführt wurde.

Ich habe aber gleichzeitig auch die Befürchtung, dass schon ziemlich viel mit einem Zivi nicht in Ordnung sein muss (körperlich UND psychisch) um aus dem Zivildienst entlassen zu werden. Weisst du erfahrungsgemäß welche körperlichen Leiden schwer nachweisbar sind die man einfach dazu frei erfinden kann um mehr Chancen zu erhalten? Für die psychischen Dinge hätte ich Atteste....

Ich gebe keine Anleitungen zu Straftaten (Wehrdienstentziehung durch Täuschung).
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MundMs
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« Antworten #31 am: 20. September 2009, 00:13:04 »

Es gibt Neuigkeiten:

Leider keine positiven. Jetzt erfahr ich noch, dass das BAZ noch nichtmal was davon weiss, dass ich seit dem 1. August diesen Jahres FSJ statt Zivildienst mache. Hab nen Brief bekommen, dass ich am 1.12 eingezogen werde, weil ich mich bis jetzt nicht darum gekümmert habe mir selbst ne Stelle zu suchen. Ein Mitarbeiter meiner Einrichtung bei der ich arbeite, dass ich selbst mich nicht beim BAZ melden soll und denen sagen soll, dass ich aber doch eine Stelle gesucht habe (wenn auch nur FSJ statt Zivi)

Er meinte zu mir, dass dieses elendige BAZ auf sein Hoheitsrecht pocht selbst zu entscheiden ob die Stelle geignet wär oder nicht. Aber naja was soll das? Was für eine geignetere Stelle gibt es bitte als ein ALTERSHEIM??? Drauf geschissen ob Zivildienststelle oder FSJ statt Zivildienststelle. Aber naja was solls........ Ich HOFFE mal darauf, dass sich das BAZ kooperativ zeigt. Mir wurde gesagt, dass meine Institution über der das FSJ läuft Montag das BAZ kontaktieren wird und ich dann bescheid kriege ob mein FSJ nachträglich als Ersatz für den Zivildienst genehmigt wird......

Was meint ihr? Sollte ich mich auf meine Institution verlassen oder eher meine Regionalbetreuer anschreiben und ihnen berichten was los ist? Oder sogar das BAZ selbst anrufen? Ich wusste echt nicht, dass ich denen auch nochmal extra bescheid geben muss? Auf meinem Bewerbungsbogen stand sogar ein Häkchen mit FSJ STATT ZIVI, welches ich auch angekreuzt habe und ich dachte die geben dem BAZ bescheid. Naja anyway? Wie sollte ich mich verhalten? Füße stillhalten und abwarten bis meine Institution dort angerufen hat oder selbst anrufen?

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steinie
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« Antworten #32 am: 26. September 2009, 21:36:50 »

hallo ich bin gerade durch zufall auf diese seite gekommen und habe mir dein beitrag durchgelesen
vor ab ich finde es muss jeder für sich selber entscheiden ob er zum bund geht oder nicht
ich habe für mich selber entschieden das ich zum bund gehe und bin dort auch schon seit 1 jahr und 3 monaten (habe meinen wehrdienst auf 23 monate verlängert) und ich habe keine vorurteile gegen zivildienstleistende
aber ich denke 9 monate kann man mal die arschbacken zusammen kneifen und und das wofür man sich entschieden hat auch durchziehen
wir hatten in der grundausbildung mit sicherheit kein leichtes leben körperliche anstrengung und mental war es auch nicht einfachaber ich hab mir gesagt das ich das durch halte
als ich dann in meine stammeinheit kam war alles anders es machte auf einmal spass und deswegen habe ich auch verlängert und wahrscheinlich werde ich mich auch für 12 jahre verpflichten lassen und meinen job (tischler) für den dienst für mein vaterland aufgeben
ich denke nur das du dich ein bischen zusammen reißen kannst und dein zivieldienst durchziehen kannst andere die körperlichen und seelichen stress haben (womit ich nicht sagen will das dein job nicht anstrengend ist) und noch zusätzlich von ihren familien freunden und freundin getrennt leben und sie nur am wochenende sehen können schaffen das auch

nochmal nicht das du mich falsch verstehst ich hab keine vorurteile gegen zivildienstleistende ich finde jeder soll selber für sich entscheiden welche art des dienstes er antritt
ich wollte nur mal meine meinung sagen

mfg steinie
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svennie
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Beiträge: 6.272


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« Antworten #33 am: 26. September 2009, 23:00:40 »

vor ab ich finde es muss jeder für sich selber entscheiden ob er zum bund geht oder nicht

ach tatsächlich? Es gibt aber eine allgemeine Wehrpflicht.

...
wir hatten in der grundausbildung mit sicherheit kein leichtes leben körperliche anstrengung und mental war es auch nicht einfachaber ich hab mir gesagt das ich das durch halte

Dann bleibe ich mal ganz einfach auf deinem Argumentationsniveau und behaupte mal, dass du dir das doch ausgesucht hast.

nochmal nicht das du mich falsch verstehst ich hab keine vorurteile gegen zivildienstleistende ich finde jeder soll selber für sich entscheiden welche art des dienstes er antritt
ich wollte nur mal meine meinung sagen

Ich habe deine Meinung (dein "Schwarz-Weiß-Denken") gern zur Kenntnis genommen.

Die Realität sieht aber etwas anders aus. Der Fragesteller leistet ein freiwilliges soziales Jahr, kommt damit nicht zurecht und hat durch diesen Dienst gesundheitliche Probleme. Genau diese Probleme führen aber - aus gutem Grund - dazu, dass er wohl keinen Wehr- oder Zivildienst leisten muss, weil er eben die Tauglichkeitskriterien nicht erfüllt. Da kann man jetzt tausend mal ganz empört tun und was vom "Dienst am Vaterland" und "zusammenreißen" faseln, das ändert an dieser Tatsache nichts.

Fakt ist, dass du ein geringer Bruchteil eines Jahrgangs zum Grundwehrdienst herangezogen wird und die Wehrpflicht somit auf kurz oder lang ein Auslaufmodell ist und niemand, der ohnehin schon gesundheitlich angegriffen ist, dazu genötigt wird, sich mit diesem Unsinn auseinanderzusetzen.
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