...Müssten alle 65 jährigen zu so einer Zwangsuntersuchung wär da vieles anders. Einfach weil die Entscheidungsträger sich dann plötzlich überlegen wie ihnen das gefallen würde.
Ich kann jedenfalls aus dem familiären Umfeld bestätigen, dass Feststellungen von Erwerbsminderung durch die Rentenversicherung und Feststellungen von Schwerbehinderungen durchaus nach Aktenlage aufgrund von eingereichten Unterlagen erfolgen, was aber nicht überall so ist In einem anderen Fall ist mir bekannt geworden, dass eine Untersuchung wegen einer Anerkennung als Schwerbehinderung (Mann über 70, fast blind) im Wesentlichen nur erfolgte, um zu sehen, ob er allein erscheint oder von jemandem gebracht wird.
Zugegeben, von allen Problemen die ich in meinem Leben habe/hatte ist das sicher das geringste, trotzdem gehts mir da irgendwie ums Prinzip.
Gleiches Recht für Alle.
Naja, man muss ja auch zugeben, dass das "so gleich" nicht ist: Wehrpflichtige werden "gemustert", junge Damen, die plötzlich ihre Liebe zu Waffen entdeckt haben werden dagegen nur "untersucht".
Nur eines sollte stutzig machen: Die Musterung ist (rechtlich gesehen) eine rein zivile Veranstaltung, die Untersuchung bei Frauen eine militärische. In der Praxis scheint es aber auf die Betroffenen genau andersherum zu wirken.
Und auch ich muss zugeben, dass das Verhalten der Truppenärzte und fast des gesamten übrigen Personals mir gegenüber ehrlicher und freundlicher wirkte. Mal ganz pauschal formuliert hat man sich dahingehend geäußert, dass dort die "Fehler des KWEA" repariert werden und nicht wenige nach Hause geschickt wurden, ganz einfach weil es offensichtlich war, dass sie dort (in die Bundeswehr) nicht hingehören.
Und ich bin mir sicher, hätten die sich als Freiwillige (egal ob Mann oder Frau) beworben, die wären ganz sicher nicht in die engere Wahl gekommen.