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Autor Thema: Ankündigung der Heranziehung | Studium | Bafög  (Gelesen 874 mal)
Sam
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Beiträge: 3


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« am: 11. Oktober 2008, 12:37:07 »

Ich bin so verzweifelt, ich habe das Gefuehl, ich lebe in einem Militaerstaat.

Im Dezember 2007 wurde ich gemustert mit 19 Jahren, ich habe alles versucht falsch zu machen, habe aber dennoch T2 erhalten.

Das war damals direkt nach dem Abitur. Ich war dermassen deprimiert, da ich ich bei meiner Hochschule beworben hatte, jedoch nicht angenommen wurde. So hatte die Idee ins Ausland zu gehen und dort zu arbeiten.

Das habe ich meinem Sachbearbeiter beim KWEA auch gesagt und habe mich in Amerika beworben und dort auch eine Stelle erhalten und bin dann von Dezember - Oktober 2008 freigestellt worden - auf dem Freistellungsbescheid stand auch das ich danach beabsichtige zu studieren . Ich musste mein Arbeitsvertrag und die Tickets nachreichen, das habe ich auch gemacht.

Ich habe damals den Kriegsdienst verweigert und der wurde auch angenommen.

Ich bin nun seit September zurueck und siehe da, wie die Parasiten, erhalte ich ein Brief vom Bundesamt fuer den Zivieldienst. :
Ankuendigung der Heranziehung zum 1.2.09
Ich muss erwaehnen, dass ich dieses Jahr an der Hochschule angenommen wurde und das Studium seit September 25 angefangen habe.

Ich lebe alleine und beziehe Bafoeg von 580 EUR.

Eine Heranziehung waere fuer mich die absolute Katastrophe.
Es wuerde buchstaeblich mein Leben zerstoeren, ich habe bereits ein Jahr gewartet um ueberhaupt studieren zu koennen / angenommen zu werden.

Ich lebe alleine und Bafoeg reicht grade mal um mein Lebenskosten zu decken.

Ich bin ein Kind mit Migrationshintergrund. Ich habe wirklich schwere Zeiten gehabt.

Wie komme ich aus dieser Situation raus? Ich habe folgende Plaene:

#1 Ich lass mir von meinen Amerikanischen Arbeitgeber ein Dokument austellen, das ich mich noch im Ausland befinde und nicht nach Deutschland kommen werde.

Frage, wissen die, dass ich in Deutschland bin? Bzw. das ich grade studiere? Auf dem Freistellungsbescheid war erwaehnt, das ich studieren werde. Hilft das wenn ich im Dokument schreibe, das ich bei Aufloesung des Arbeitsvertrages eine Strafe in Amerika bezahlen muss, zb. 5000 EUR?

#2 Ich heirate. Ich bin so verzweifelt und das Studium ist meine einzige Chance mein Leben und das Leben meiner Familie auf ein hoeheres Nivau zu bringen. Ich bin der aelteste in der Familie und der Einzige der studiert und wirklich: Alle Hoffnung und Traeume lasten auf mich.

Komme ich dann von denen fuer immer weg? Und sei es eine Lebenspartnerschaft?

#3 Ich liste meine gesamten Lebensunterhaltskosten auf und meine Wohnung etc. und das es mir nicht moeglich waere meinen Zivildienst zu leisten, da diese Kosten nicht gedeckt werden koennen?

Hilft das? Oder interessiert denen das nicht?



Fuer jegliche Antwort bin ich sehr dankbar.
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2008, 12:42:25 von Sam » Gespeichert
Sam
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« Antworten #1 am: 24. Oktober 2008, 01:35:36 »

Kann mir einer Rat geben bitte. Es geht hier um meine Zukunft. Svenni?  Verlegen
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svennie
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« Antworten #2 am: 24. Oktober 2008, 14:33:34 »

Ich habe damals den Kriegsdienst verweigert und der wurde auch angenommen.

Genau das dürfte dein Fehler gewesen sein.

#1 Ich lass mir von meinen Amerikanischen Arbeitgeber ein Dokument austellen, das ich mich noch im Ausland befinde und nicht nach Deutschland kommen werde.

Das wäre letztlich egal, denn der Auslandsaufenthalt hätte vorab vom Bundesamt für den Zivildienst genehmigt werden müssen und du hast eine zustellfähige Anschrift in Deutschland.

Frage, wissen die, dass ich in Deutschland bin? Bzw. das ich grade studiere? Auf dem Freistellungsbescheid war erwaehnt, das ich studieren werde. Hilft das wenn ich im Dokument schreibe, das ich bei Aufloesung des Arbeitsvertrages eine Strafe in Amerika bezahlen muss, zb. 5000 EUR?

Das bringt dich so alles nicht weiter, natürlich weiß das BAZ nicht mit Sicherheit wo dich dich regelmäßig aufhältst. Aber diese Kunstgriffe helfen dir doch nicht.

Komme ich dann von denen fuer immer weg? Und sei es eine Lebenspartnerschaft?

Es steht dir frei zu heiraten, dann kannst du die Befreiung vom Zivildienst beantragen, gleiches gilt für eine (gleichgeschlechtliche) Lebensgemeinschaft.

#3 Ich liste meine gesamten Lebensunterhaltskosten auf und meine Wohnung etc. und das es mir nicht moeglich waere meinen Zivildienst zu leisten, da diese Kosten nicht gedeckt werden koennen?

 Schockiert

Meinst du nicht, dass dies auf jeden Wehrpflichtigen zutreffen würde!?


Hilft das? Oder interessiert denen das nicht?

Das darf das BAZ nicht interessieren.

In dem Moment, wo du den KDV-Antrag gestellt hast, hast du die ganze Geschichte so ziemlich kräftig vermurkst. Das KWEA hätte dich vermutlich weiterstudieren lassen.

Jetzt könnte der Weg über eine Tauglichkeitsüberprüfung führen, damit aber beim BAZ Erfolg zu haben, dürfte schwierig sein.
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Sam
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Beiträge: 3


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« Antworten #3 am: 24. Oktober 2008, 17:32:13 »


Ich habe damals den Kriegsdienst verweigert und der wurde auch angenommen.

Genau das dürfte dein Fehler gewesen sein.

Wieso Fehler? Ich hatte doch keine andere Wahl. Sonst haette ich zur Bundeswehr gehen muessen, ist ja noch schlimmer.

Zitat
#1 Ich lass mir von meinen Amerikanischen Arbeitgeber ein Dokument austellen, das ich mich noch im Ausland befinde und nicht nach Deutschland kommen werde.

Das wäre letztlich egal, denn der Auslandsaufenthalt hätte vorab vom Bundesamt für den Zivildienst genehmigt werden müssen und du hast eine zustellfähige Anschrift in Deutschland.

Es wurde ja genehmigt, daher auch der Freistellungsbescheid. Nur habe ich den bis Oktober befristen lassen. Aber nun will ich vortaeuschen, ich bin immernoch im Ausland und kann nicht kommen. Ja was wollen die denn machen, ausser warten. Solange die warten bin ich schon laengst im 3 Semester. Oder nicht?




Zitat
Hilft das? Oder interessiert denen das nicht?

Das darf das BAZ nicht interessieren.

In dem Moment, wo du den KDV-Antrag gestellt hast, hast du die ganze Geschichte so ziemlich kräftig vermurkst. Das KWEA hätte dich vermutlich weiterstudieren lassen.

Aber auf dem Freistellungsbecheid steht ganz dick unten. Nach Auslandsaufenthalt, Beabsichtigung zum Studium! Hilft das denn nicht?

« Letzte Änderung: 24. Oktober 2008, 17:34:48 von Sam » Gespeichert
svennie
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« Antworten #4 am: 24. Oktober 2008, 19:18:22 »

Wieso Fehler? Ich hatte doch keine andere Wahl. Sonst haette ich zur Bundeswehr gehen muessen, ist ja noch schlimmer.

Das stand (in Form eines Einberufungsbescheids) fest? Oder vermutest du nur, dass du den Wehrdienst tatsächlich vor oder im Studium hättest antreten müssen?

Es wurde ja genehmigt, daher auch der Freistellungsbescheid. Nur habe ich den bis Oktober befristen lassen. Aber nun will ich vortaeuschen, ich bin immernoch im Ausland und kann nicht kommen. Ja was wollen die denn machen, ausser warten. Solange die warten bin ich schon laengst im 3 Semester. Oder nicht?

Du kannst doch nicht gleichzeitig in Deutschland ins Dritte Semester kommen (und dich später darauf berufen) und in den USA arbeiten. Natürlich kannst du beim BAZ beantragen, dass man dir den Auslandsaufenthalt weiter genehmigt. Der Antrag würde aber aller Voraussicht nach abgelehnt werden, eben weil eine Voraussetzung für die Genehmigung ist, dass du (Zitat) "nicht zur Einberufung heranstehst". Tatsächlich ist doch aber deine Einberufung geplant.

Aber auf dem Freistellungsbecheid steht ganz dick unten. Nach Auslandsaufenthalt, Beabsichtigung zum Studium! Hilft das denn nicht?

Der Text ist rechtlich vollkommen bedeutungslos. Da steht nur, was du beabsichtigst. Und ein Studium aufnehmen zu wollen, das bricht einem beim BAZ in der Regel ohnehin das Genick.

Du könntest allerdings versuchen, einen Dienstantrittstermin erst in der vorlesungsfreien Zeit durchzusetzen. Aber das ist ganz sicher auch nicht in deinem Sinne.

Von daher: Konzentriere dich auf das Wesentliche. Ausländische Wohnsitze vorzutäuschen mag ja für eine Übergangszeit funktionieren. Aber wenn du dann hinterher sagst, April April, ich war garnicht in den USA sondern hab hier schon 2 Semester studiert und bin jetzt im dritten Semester, dann ist der Ärger schon vorprogrammiert.
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