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Autor Thema: Anerkennunf als KDV verweigert (Dringend!!)  (Gelesen 4316 mal)
Bachus
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Beiträge: 6


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« am: 19. Juni 2008, 21:37:35 »

Hallo,

vor ca. einer Woche habe ich meinen KDV-Antrag geschickt der wie folgt war:

"Gründe für meine Kriegdienstverweigerung

Ich bin schon immer ein friedliebender Mensch gewesen, deswegen hatte ich seit meinem Praktikum bei der Polizei Zweifel an meinen Antritt für den Wehrdienst, wollte es bis jetzt wegen Unentschlossenheit aber nicht verweigern. Jetzt bin ich mir aber sicher geworden das ich den Kriegsdienst verweigere. Nachdem ich im diesem Jahr im Religionsunterricht ein ausführliches Gespräch über den Wehrdienst mit meinem Lehrer und meinen Mitschüler geführt hatte und mir selbst darüber im Klaren geworden ist was der Wehrdienst für mich bedeutet, will ich keinen Wehrdienst ausführen. Die Ausbildung zum Soldaten ist für mein Gewissen nicht vereinbar.

Eine Ausbildung zu jemandem der Menschen aus niederen Beweggründen auf  Befehl (z.B. politische Interessen) verletzen kann, ist nicht mit meinen persönlichen Gewissen zu vereinbaren, denn was man sich selbst nicht antun will, das tut man aus Respekt keinen Anderen an. Und da ich weis wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren kommt der Einsatz als Soldat für mich deshalb nicht in Frage.

Dazu fürchte ich mich, dass der regelmäßige Einsatz an der Waffe eine Abstumpfung für meine Gefühlen gegenüber Waffe zufolge hat. Mir wurde von Freunden, die den Wehrdienst bereits abgeleistet haben, bestätigt, dass in der Grundausbildung ein harmloses Bild von Waffengebrauch entstehen kann. Auch dies kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren da meiner Meinung nach eine Waffe nur zu einem Grund erschaffen wurde. Sie wurde erschaffen um anderen Menschen Leid zuzufügen.

Ich bin der Meinung das Konflikte man nicht mehr mit Gewalt lösen sollte, genau wie es in der Schule und zu Hause beigebracht wurde. Für mich am Wehrdienst teilzunehmen wäre jetzt ein Widerspruch zu dem was ich gelernt habe.

Ich würde mich daher gerne eher für die Gesellschaft sozial engagieren."


Heute habe ich ein Brief bekommen in dem steht das über meine Anerkennung noch nicht entschieden werden konnte, da die späte Antragstellung im Widerspruch zu der Begründung der angegebenen Gewissensnot steht. Deswegen wollen sie das ich ausführlich dazu Stellung nehme warum ich den KDV-Antrag so spät stelle.

Daher wollte ich Fragen ob mein Stellungnahme aus eure Ehrfahrung ausreichen würde und was ich noch verbessern könnte:

"Sehr geehrter xxxx,

in ihrem Brief schreiben Sie das ich ein Mensch bin „der seit jeher Gewalt ablehnt.“ Das ist bzw. war so nicht richtig und muss deswegen nochmal darauf eingehen um au ch meine späte Verweigerung zu erklären.

Wie ich schon in meinen ersten Brief geschrieben habe, war ich mir lange unsicher wie ich zu den Wehrdienst stehe. Das lag vorallem darin das ich nicht wusste wie ich mit Gewalt umgehen sollte. Von meinen Eltern habe ich gelernt Konflike nicht mit Gewalt zu lösen, gleichzeitig war mir jedoch bewusst das es ohne ein gewalttvolles  Eingreifen im Weltgeschehen zu einer Katastrophe führten könnten, siehe der 2. Weltkrieg. Deswegen hatte ich lange ein zwiespätiges Gewissen gegenüber Gewalt und hab nicht vollständig „seit jeher Gewalt abgelehnt.“

Mein Schlüsselerlebnis zur Gegenentscheidung zur Gewalt hatte ich jedoch erst im diesem Halbjahr im schulischen Religionsunterricht. Wir hattem anfangs über Ghandi und seinen  gewaltfreien Weg seine Zielen durchzusetzen gesprochen und sind dann zur Frage von den Sinn militärischen Einrichtungen bzw. den Bund gekommen. Ghandi hatte gezeigt das ein es auch Wege gibt etwas zu schaffen ohne Waffengewalt zu benutzen. Mein zweispätige Gewissen hat sich erst jetzt vollständig gegen Gewalt gelegt.

Das ich so spät mein KDV-Antrag schickte lag einerseits daran, dass ich wie oben gesagt erst sehr spät meine Entscheidung getroffen habe und andererseits daran das mein Abiturabschluss nicht sicher war. Ich dachte ich würde dieses Jahr wiederholen müssen und würde zurückgestellt werden. In dieser stressfreien Zeit wollte ich mich um den KDV-Antrag kümmen. Ich hatte dieses in meinen ersten KDV-Antrag nicht erwähnt, weil es bis dahin noch offen stand ob ich bestehen und ihn nicht ganz verständlich geschrieben. Zu meiner eigenen Überraschung habe ich es dank den mündliche Prüfungungen doch noch geschaft genügend Punkte für das Abitur zu sammeln und es geschafft zu bekommen.
Das ich ihn nicht früher abgeschickt hatte, lag daran das ich in dieser Zeit großen Stress mit meine schriftlichen Abiturprüfungen hatte und mich darauf konzetriert habe.

Da mir schon eine potenzielle Zivildienststelle zugesagt wurde, würde ich mich freuen das dieser Antrag bewilligt wird.

Mit freundlichen Grüßen
xxxx"


Ich habe keine Ahnung ob das ausführlich ist, ich hatte schon immer Probleme viel Text zu schreiben und ob die Begründung widersprüchlich klingt und genügt. Entschuldigt die vielen Rechtschreibfehler, die werden natürlich noch entfernt. Am 1.7. ist schon meine Einberufung deswegen bin ich etwas in Eile...

Dankeschön
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Bachus
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Beiträge: 6


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« Antworten #1 am: 20. Juni 2008, 17:06:54 »

Ok, ich hab den Text nochmal überarbeitet und werde ihn morgen per Fax, damit es schneller geht, zum BAZ schicken.

Wär nett wenn jemand ein Kommentar dazu geben könnte.

"Sehr geehrter xxxx,

in ihrem Brief schreiben Sie, das ich ein Mensch bin „der seit jeher Gewalt ablehnt.“ Das ist bzw. war so nicht richtig und muss deswegen nochmal darauf eingehen um auch meine späte Verweigerung zu erklären.

Wie ich schon in meinen ersten Brief geschrieben habe, war ich mir lange unsicher wie ich zum Wehrdienst stehe. Das lag vorallem darin, das ich nicht wusste, wie ich mit Gewalt umgehen sollte. Von meinen Eltern habe ich gelernt, Konflike nicht mit Gewalt zu lösen, gleichzeitig war mir jedoch bewusst, dass es ohne ein gewaltvolles Eingreifen im Weltgeschehen zu einer Katastrophe geführt hätte, siehe der zweite Weltkrieg. Deswegen hatte ich lange ein zwiespältiges Gewissen gegenüber Gewalt und hatte nicht vollständig „seit jeher Gewalt abgelehnt.“

Mein Schlüsselerlebnis der Gegenentscheidung zur Gewalt hatte ich jedoch erst in diesem Halbjahr im schulischen Religionsunterricht. Wir hatten anfangs über Ghandi und seinen gewaltfreien Weg Ziele durchzusetzen gesprochen und sind dann zur Frage von den Sinn militärischen Einrichtungen bzw. den Bund gekommen. Ghandi hatte gezeigt, das es auch Wege gibt, etwas zu erreichen, ohne Waffengewalt. Mein zwiespältiges Gewissen hat sich erst jetzt vollständig gegen Gewalt entschieden.

Das ich so spät mein KDV-Antrag schickte lag einerseits daran, dass ich wie oben beschrieben, erst sehr spät meine Entscheidung getroffen habe und andererseits, das die Möglichkeit bestand mein Abiturabschluss nicht zu bekommen. Es hätte zur Folge gehabt, das ich dieses Jahr wiederholen müsste und vom Wehrdienst erstmal zurückgestellt werde. In dieser stressfreien Zeit wollte ich mich um den KDV-Antrag kümmen. Durch die mündlichen Prüfungen konnte ich es  noch schaffen genügend Punkte für das Abitur zu sammeln, um es zu bestehen.

Als ich das Schreiben zur Einberufung zum Grundwehrdienst erhielt, war zu der Zeit mein Abschluss nicht sicher. Daher entschied ich den KDV-Antrag kurzfristig zu stellen und hatte ihn deswegen nicht ausführlich genug geschrieben.

Das der KDV-Antrag erst so spät kam lag daran, das ich in jener Zeit großen Stress mit meinen schriftlichen Abiturprüfungen hatte und mich darauf konzentrieren wollte. Ich muss zugeben das ich etwas nachlässig an den KDV-Antrag herangegangen bin und war mir nicht bewusst, welche Folge es hat, wenn ich mein Antrag so spät stelle.

Da mir schon eine potenzielle Zivildienststelle zugesagt wurde, würde ich mich freuen das dieser Antrag bewilligt wird.

Mit freundlichen Grüßen

xxxx"

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