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Autor Thema: Nachmusterung/ Komplexer Sachverhalt  (Gelesen 868 mal)
Daniel1988
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Beiträge: 1


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« am: 4. März 2010, 18:56:33 »

Einen schönen guten Abend wünsche ich.

Nachfolgend schildere ich meinen zugegeben etwas komplizierten Sachverhalt:

Meine Musterung hatte ich im Jahre 2007. Damals wollte ich mir die Möglichkeit offen halten wollte evtl. bei der Bundeswehr studieren zu gehen. Folglich wurde ich T2 gemustert. Das Thema Studium erledigte sich allerdings von selbst, ich habe mich nicht dort beworben. Da ich allerdings erst in der 12 Klasse war, machte ich mir keine weiteren Gedanken und ging weiter zur Schule. Während der Musterung war nie von einer Verweigerung die Rede.

Im Sommer 2008 begann ich nach meinem ABI eine Ausbildung zum Bankkaufmann und hatte die Bundeswehr schon fast vergessen.

Ende 2008 allerdings dann der Schock: ich bekam einen Einberufungsbescheid. Ich ließ mich daraufhin bis zum Ende meiner Ausbildung zurückstellen, die Mitte 2010 endet.


=>Nun hat sich allerdings einiges geändert. Ich kann mir nicht vorstellen, meinen Wehrdienst abzuleisten. Dies hat sich aus moralischen Gründen und meiner persönlichkeitsentwicklung einfach ergeben.
Alles ganz einfach, dann stell doch einen KDV-Antrag werdet ihr euch denken?! Der liegt auch bereits fertig hier bei mir auf dem Schreibtisch...

Doch folgendes Problem: Ich habe damals bei der Musterung nicht gewusst, dass die Nervenkrankheit ADS/ADHS ein Ausmusterungsgrund ist und habe si. Als Kind habe ich über einige Jahre Ritalin verschrieben bekommen und habe dies auch attestiert bekommen. Bis zum 16ten Lebensjahr war ich zudem in ärztlicher Behandlung.....

Also wollte ich eine Meldung von Erkrankungen während der Wehrüberwachung um so erneut gemustert zu werden....ist dies überhaupt sinvoll?Eine Nachmsuterung gibt es ja nicht und die Krankheit ist nicht neu aufgetreten, ich habe Sie nur mangels Wissen nicht angegeben.

Wie soll ich weiter vorgehen?
Verweigerung und KDV Antrag parallel abschicken?! Besteht hier die Gefahr das die Verweigerung Einfluss auf die neue Musterung hat?
Wenn die Verweigerung akzeptiert ist, muss ich dann zum zivilen Arzt weil nichtmehr das KWEA für mich zuständig ist? Wie stehen die Erfolgschance ausgemustert zu werden(beim KWEA wg. ADS)?

Könnte mir noch chronische Schmerzen in der Hand attestieren lassen, die beim Boxen im Daumen der rechten Hand entstanden sind und immer bei bilden einer Faust auftreten? Ist dies ein Ausmuerungsgrund??

Freundliche Grüße und vielen Dank.

Daniel

Gespeichert
svennie
Hero Member
*****
Beiträge: 6.272


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« Antworten #1 am: 5. März 2010, 00:18:16 »

Also wollte ich eine Meldung von Erkrankungen während der Wehrüberwachung um so erneut gemustert zu werden....

Das hat mit Meldung von Krankheiten während der Wehüberwachung wenig bis nichts zu tun, es kann eine Überprüfungsuntersuchung beantragt werden.

ist dies überhaupt sinvoll?Eine Nachmsuterung gibt es ja nicht und die Krankheit ist nicht neu aufgetreten, ich habe Sie nur mangels Wissen nicht angegeben.

Es besteht Anspruch auf eine Überprüfungsuntersuchung, wenn seit der letzten musterungsärztlichen Untersuchung 2 Jahre vergangen sind, das dürfte hier ja der Fall sein. Es wird dann auch von Gesetzes wegen vermutet, dass sich der Gesundheitszustand verändert hat.

Bei der Musterung wurdest du über durchgemachte Krankheiten befragt, du hast ferner unterschrieben, dass die von dir gemachten Angaben richtig und vollständig sind. Offenbar hast du in der Aufregung etwas vergessen.

Fraglich ist aber, ob die damalige Erkrankung sich jetzt noch auf deine Belastbarkeit auswirkt, darauf kommt es aber an.

Wie soll ich weiter vorgehen?
Verweigerung und KDV Antrag parallel abschicken?!

Warum?

Besteht hier die Gefahr das die Verweigerung Einfluss auf die neue Musterung hat?

Es gibt keine neue Musterung, es sollte statt irgenwelcher voreiligen Anträge eine Überprüfungsuntersuchung beantragt werden.

Wenn die Verweigerung akzeptiert ist, muss ich dann zum zivilen Arzt weil nichtmehr das KWEA für mich zuständig ist?

Im Kreiswehrersatzamt arbeiten auch (eigentlich nur) zivile Ärzte.

Für anerkannte Kriegsdienstverweigerer ist aber das Bundesamt für den Zivildienst zuständig, dieses hat Vertragsärzte bzw. schickt Dienstpflichtige zu Gesundheitsämtern.

Wie stehen die Erfolgschance ausgemustert zu werden(beim KWEA wg. ADS)?

Beim KWEA jedenfalls höher als beim Bundesamt für den Zivildienst. Aber es kommt allein auf eine Prognose der Belastbarkeit aus heutiger Sicht an. Dass du vor 5 oder 10 Jahren Medikamente genommen hast, spielt doch keine Rolle.

Könnte mir noch chronische Schmerzen in der Hand attestieren lassen, die beim Boxen im Daumen der rechten Hand entstanden sind und immer bei bilden einer Faust auftreten? Ist dies ein Ausmuerungsgrund??

Das kommt darauf an, ob du dadurch Probleme bei in der Grundausbildung typischen Verrichtungen hast und ob dir diese Probleme ggf. zuzumuten sind.
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