Also in dem Schreiben steht, das die Tatsache, dass ich bis zum Eintreffen des Einberufungsbescheides gewartet hätte, bevor ich den KDV gestellt hätte, Zweifel an der Ernsthaftigkeit meiner Gewissensentscheidung aufkommen lasse.
Naja, eine sehr frühe Antragstellung mag ja ein Indiz dafür sein, dass man es besonders ernst meint. Wenn man aber wartet, bis man wirklich Wehrdienst leisten soll, dann ist das kein Indiz dafür, dass man es nicht ernst meint.
Im Folgenden wird dann eben noch drauf hingewiesen, dass eben meine angeblich schon in meiner Kindheit entwickelte Ablehnung gegen Gewalt im Widerspruch zu meiner späten Antragsstellung stehe.
Da interpretiert das BAZ aber irgendwas hinein, was offensichtlich nicht da ist. Du hast seit Kindheit eine Abneigung gegen Gewalt. Das ist gut. Als Kind hast du dir aber nie Gedanken darüber gemacht, wann und ob du dich als Kriegsdienstverweigerer anerkennen lässt. Ich sehe da keinen Zusammenhang.
Ich frage eben deshalb, weil das ja den Anschein hat, dass wenn ich sie mit meiner Stellungnahme nicht zufriedenstelle alles aus ist und ich zum Bund gehen muss.
Nein das BAZ tut jetzt nur so, als ob sie die Anträge wirklich ernsthaft prüfen. Das dürfte nur bei einem Bruchteil der Anträge der Fall sein. Jetzt antwortest du denen etwas, was vernünftig und schlüssig klingt, dann klappt das.
Ggf. meldest du dich vorher mal bei der "Zentralstelle KDV", die haben öfter mit diesem konkreten Problem zu tun und können dir ggf. bei der FOrmulierung helfen:
http://www.zentralstelle-kdv.de/z.php?ID=19Und das reicht echt, dass ich denen erkläre, dass sozusagen ihre "falschverstandene" Fassung meiner Geschichte gar nicht widersprüchlich ist, weil erst der Einberufungsbescheid einen unmittelbaren Zwang zum Dienst mit der Waffe darstellt und das ich eben noch weitere Umstände nennen soll?
Meiner Meinung nach reicht es aus, wenn man darauf hinweist, dass der Zwang zum Kriegsdienst mit der Waffe erst mit der Zustellung des Einberufungsbescheids entstanden ist.
Würde es z.B. auch ausreichend sein, wenn ich schreibe, das mein Vater darauf gedrängt hat, dass ich zum Bund gehe?
Würde ich nicht machen, da findet man dann wieder neue Zweifel ...
Weil er mir immer erzählt hat wie gut es bei der Armee sei und das ich da auch hingehen solle weil ich sonst ein Weichei bin und so??
Dir geht es ja nicht um "Weichei" oder "Uniformträger" sondern ums Gewissen. Du bist volljährig und das wäre dann letztlich noch erklärungsbedürftiger.
Vielen Dank für deinen Ratschlag, das gibt mir jedenfals schon mal ne Grundlage.

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